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Dienstag, 19. Juli 2016

Ennshof

Schon seit längerem spielen das Prachtexemplar und ich mit dem Gedanken, uns Wohnraum in meiner alten Heimat im Ennstal zuzulegen. Wobei die Gedankenspiele sich mehr auf die Zukunft bezogen, weil Finanzen und Zeit und so... Allerdings klettern die Immobilienpreise immer höher und im Alter wird's dann immer schwerer mit Kredit. Man ist also kreativ und sucht sich eine Lösung, die dann heißt: vermieten. Freilich, das hat auch Nachteile (Unsicherheit, Pflichten, Nutzbarkeit,...), aber man ist ja risikobereit. Und so wurden die Immobilienportale durchforstet, Aushänge begutachtet und das eine oder andere Häuschen und so manche Wohnung begutachtet. Da waren einige Träumchen dabei, die dann entweder an den Preisvorstellungen, der Lage oder, in einem Fall, an der unfähigen Maklerin scheiterten (dieses Maklerbüro war dann für mich auf der roten Liste. Die anderen Makler haben sich ALLE sehr bemüht). 

Ennstal
Mein Ennstal mit Grimming - My Enns-Valley with mount Grimming


Nachdem ich fast alle interessanten Möglichkeiten abgegrast hatte, machte ich mich wieder auf eine längere Wartezeit gefasst. Als Abschluss habe ich mich noch nach dem "Preis auf Anfrage" eines stillgelegten Traditionsgasthofes, Ennshof, in meiner persönlichen Wunschgemeinde erkundigt, nur so aus Neugier. Ein uralter, riesiger, renovierungsbedürftiger Bau, mit vermieteten Wohneinheiten und ordentlich Grund. Fragen kostet ja nix. Also ersteinmal. Als sich dann rausgestellt hat, dass das Teil eigentlich halbwegs ordentlich in Schuss war (bis auf behebbare Mängel und Schönheitsfehler), die Mieteinnahmen sich rechnen und der Preis ziemlich genau in unseren Budgetplan passte, kostete das Fragen dann doch was. 





Ostansicht
Zwei in einem - Two in one
Der größte Vorteil: wir können uns aus den Restauranträumlichkeiten eine Wohneinheit bauen und müssen nicht warten, bis die Mieter uns die Sache finanziert haben. Und wir haben eine Bar. Mit Zapfhahn. Gleich beim Eingang. Volles Kaufargument. 
Den Vertrag haben wir vor gut einem halben Jahr unterschrieben, inzwischen hat sich so einiges getan, bis wir allerdings selbst einziehen können, wird es sicher dennoch dauern. 


Bis bald,

Viki

Gaststube
Gastraum - guest room


The splendid fellow and I were thinking about buying real estate in my old home in the enns valley for some time now. We were more dreaming than planning, thinking of financing, time, and so on. But real estate prices were climbing more and more and it's not easy to get a loan when becoming older. So we went creative and the solution should be renting. Of course this would involve some inconviniences, such as insecurity, duties, usability, but no risk, no fun. And so I started to check the internet, the leaflets and finally we went for some visits. We found some real gems, but we didn't gor for them due to price, area or, in one case, to an unable agent (all the others did great). 


Garten
Garten - Garden
After having checked all the interesting oportunities I made myself ready for some waiting time. To conclude I asked the 'price on request' of a closed down traditional restaurant, the Ennshof, in my favourite town. Only for curiosity. An ancient, huge box, needing renovation, but with rented units and a decent garden. Ask costs nothing. At first. After realising that the house was in quite a good state (well, only some minor renovation and some make over needed), rent was paying off and the price was exactly in our range, the ask did cost. 




Küche
Industrieküche mit Gewölbe und Uraltfliesenboden - Gastrokitchen with vaults and old tiles
The biggest advantage: we can build an apartment instead of the restaurant and don't have to wait for the tenants to move out. And we have a bar. With tap. Just after the entrance. Greatest argument.
We've signed the contrat about half a year ago now and accomplished quite a few things. But it will still need some time until we can move in ourselves.


Cu,

Viki

Hintereingang
Hintereingänge und kleinere Fehler - back entrances and minor flows
Bar
die Bar - the bar

Donnerstag, 21. April 2016

Geburtstag der Queen - Her Majesty's Birthday

Die Queen hat heute Geburtstag! Den 90sten! Und wenn ich mich so zurückerinnere an meine Kindheit, sieht sie so aus wie damals die Damen mit ungefähr 70. Was toll ist, da freue ich mich schon auf meinen 90er! 
Zum Geburtstag hat sich meine liebe Nordfrau zu mir gesellt, stilecht auf ein Tässchen Tee mit Scones (keine clotted cream, kein cream tea. Aber wenigstens scones.)

Aber zum Geburtstag der Queen habe ich es auch endlich geschafft die Tasche die ich meiner lieben Instagramfreundin Sabine schon so lange versprochen habe endlich fertigzustellen. Sie hat sich eine Klappentasche gewünscht, das Thema britisch. 


Queen birthday
Londontasche - Londonbag


Leider hat sie lange gewartet, da wir, mein Prachtexemplar und ich, uns eine große Aufgabe gestellt haben. Wir haben uns ein Häuschen *hüstel* im Grünen gekauft und da das Budget nicht für ein schmuckes Schlösslein gereicht hat, müssen wir die Fliesen selber legen. Dazu aber später mehr, für heute nur 

Alles Gute zum Geburtstag der Königin!

Bis bald, 

Viki

Dienstag, 8. Dezember 2015

Instatreffen - Instameeting

Vor kurzem war ich noch einmal in Deutschland, in der Nähe von Frankfurt (ein beruflicher Kurztermin), wobei ich leider so gut wie gar keine Zeit hatte, da ich einen Tag vorher und einen Tag nachher arbeiten musste. Also hat das Prachtexemplar sich auch freigenommen und wir sind Richtung Frankfurt gepandat. Aufgrund der Zeitvorgabe haben wir die Autobahn genommen, die Fahrt war also entsprechend unspektakulär. 
Die Gegend um Frankfurt (in die Stadt sind wir gar nicht hinein) ist dafür sehr schön. Wir haben uns die Zeit genommen und den Kurort Bad Vilbel angesehen. Eine Hauptattraktion ist sicher die Wasserburg, in der im Sommer auch Festspiele aufgeführt werden. Dort gibt es beinahe zahme Bisamratten!!! Mit Nachwuchs!!! So entzückend! 

Bad Vilbel
Bisamratte mit Jungen
Muskrat with offspring
Dann stehen in der Stadt auch noch viele wunderhübsche Fachwerkgebäude. (Man hört an der intensiven Beschreibung ja direkt, wie ordentlich ich meine Sightseeingtour gemacht habe). Ein wenig meiner knapp bemessenen Zeit habe ich auch einem Stoffladen opfern müssen, dem Knopfloch. Klein, aber mit toller Auswahl. Das hat mich dann dafür entschädigt, dass wir keine Zeit hatten, zum Königskind zu fahren, was nicht mehr sooo weit gewesen wäre. 
Aber mein absolutes Highlight war, dass ich in der Nähe auch eine gute Instagramfreundin wusste. Und sie hat sich tatsächlich die Zeit genommen und ist mir entgegengekommen! Das war Hammer! Ich hatte das Prachtexemplar alleine gelassen und war bei meinem Termin und als ich zurückkomme sehe ich ihn schon ratschen, mit Frau und Hund, wie ich sie vom Foto kenne. Im Vorfeld war ich ja nicht ganz sicher, ob es nicht vielleicht komisch wäre, man kennt sich ja nur übers Internet und vielleicht hält sie einen ja für recht sonderbar und wunderlich, aber es hat so gut gepasst! Für mich war es, als ob ich eine alte Freundin wieder getroffen hätte, die ich halt in letzter Zeit nur online erreicht habe. Umso mehr tat es mir leid, dass ich nicht noch einen Tag länger bleiben konnte. Aber eine weitere Reise nach Hessen ist ja nicht ausgeschlossen und vielleicht verschlägt es sie ja auch einmal in unser schönes Österreich. 

Bis bald,
Viki

Bad Vilbel
Rathaus
Town Hall

Some days ago I went to Germany again (a shorttrip for the job), just near to Frankfurt. Sadly I didn't have plenty time, as I had to work the days before and after. So my splendid fellow did take his day off and we went do Frankfurt with our Panda. Because of the lack of time we went on the Motorway and didn't see a lot. 
The region around Frankfurt is really nice (we didn't go into the city). We took the time we had and went into the bathtown Bad Vilbel. One of the main attractions there is the old water castle that features theatre and opera festivals in summer. There are some fearless muskrats!!! With kids!!! So lovely!

Bad Vilbel
Hinterglasbrunnen
Captured water
Then there are those old beautiful timber framed houses. (Well, you can hear the time I took for my sightseeing tour through this detailed description...). Some of my time I had to spend in a store for fabrics, the Knopfloch (buttonhole). A small store, but with a great selection of fabrics. That made up for not having time to go to visit the Königskind store, which wouldn't have been that far.
But my personal highlight was, that I knew that a long-term instagramfriend lived somewhere near. And she really took the time to come here! That was so great! 
I've left the splendid fellow on his own, as I went to my meeting and when I came back I saw him chatting with the woman and the dog, just as I knew them from the pictures. Before I hadn't been sure if it would be funny, as we've known each other just via Internet and maybe she would think I'm quirky and weird, but everything was great! For me it was like meeting an old friend, just that the contact had only been online for a while. All the more I was sad that I had to leave so soon. But there is a chance that I will travel to Hessen in Germany again and maybe she wants to come and see our beautyful Austria one day.

Cu
Viki



Donnerstag, 12. November 2015

Wieder da - Back again

Der letzte Post im April... Ja, lang ist's her. Und es war ja nicht so, als ob mir die Themen ausgegangen wären, im Gegenteil. Aber ich habe in Deutschland gearbeitet, hatte dort eine wirklich schöne Zeit, aber leider echt schlechtes Internet (wer mir auf Instagram folgt hat meine Sudereien auch mitbekommen). Und dann war der Flow weg. Kennt Ihr das? Das Prachtexemplar nennt es "hohe Aktivierungsenergie". Mir geht es bei vielem so. Ein toller Stoff, das dazugehörige Schnittmuster - nichts passiert. Bis ich rundherum alles so habe, wie ich es brauche und mir einen Tritt in den Hintern gebe. Und dann passt's und macht Spaß und alles ist easy. Aber bis dahin... Und so ähnlich war es jetzt mit dem Blog. Natürlich waren ein paar driftige Gründe für meine Absenz dabei, aber eigentlich waren die allerspätestens im September aufgebraucht. Ab da war es nur noch die "hohe Aktivierungsenergie". Umso höher, als ich den Blog auch weiter in Deutsch und Englisch führen möchte. Die Frau Z. hat zwar gemeint, ihr wäre lieber ich schriebe und würde halt auf Englisch verzichten, und damit hat sie vermutlich auch recht, aber, unabhängig davon ob jemand die Englische Version liest oder nicht, für mich ist sie eine gute Übung. Deshalb bleibt sie. 
Eine weitere Überlegung war jetzt für mich, ob ich dem Blog mehr Struktur geben sollte. Weil es gibt so tolle Nähblogs und so tolle Reiseblogs, etc. Aber das wäre dann nicht ich, das kann ich nicht und ich will es auch nicht. Eigentlich bin ich mit meinem Blog ganz glücklich, nur die Lücken sind halt groß. 
Dieser Eintrag soll jetzt vorrangig dazu dienen, die Aktivierungsenergie für den nächsten Eintrag niedriger zu halten. Wie bei einem Kachelofen. Und ich merke auch, es wird schon heimeliger.
Also, nächstes mal wieder schneller,
bis bald,
Viki

Gut Immling
Bei der Suche nach meinem Arbeitsplatz... (Opernfestival Gut Immling)
Trying to find the way to my workplace... (opera festival at Immling manor)

The last post was in April... Well, that's some time. But not because of the lack of topics, there were plenty. But I've been working in Germany and had a good time there, but I also had a very poor Internet connection (my Instagram followers might remember my moaning). And then I lacked my writing flow. Do you know that feeling? The best fellow calls that a "high activation energy". I have that a lot. A lovely fabric, the perfect pattern - and nothing. Until everything else is perfect, I have all that I need and I kick my own ass. Then everything is okay and it's fun and everything is easy. But until that... And that was the thing with the blog. Of course I had some good reasons for my absence, too, but those counted latest till September. From then on it was only "high activation energy". Even higher, as I chose to write in German and English. Mrs. Z said that she would prefer me to write at least German and skip the English, so that she could read anything, and she might be right there, but, ignoring the possibility that the English part is read at all, for myself it is a good practice. And therefore I keep it. 
Another thought for me was the structure of my blog. There are so many great crafting blogs, or travelling blogs, etc. But that's not me and I know I couldn't keep the structure up and I wouldn't want to. Well, all in all I'm quite happy with my blog, just the gaps shouldn't be so wide.
This entry now should mainly help to lower the activation energy for the next entry. Just like with a stove. And I'm feeling more comfortable already.
So, next time sooner,
cu,
Viki 

Montag, 20. April 2015

Reisetasche - Holiday Bag

Ich war jetzt eine Zeitlang unterwegs, darum auch vom Blog fern. Fürs Unterwegssein wollte ich mir eine Tasche nähen, weil ich eh mit dem Auto weg war und ich so mehr mitnehmen konnte als meinen üblichen Rucksack. Die Auswahl an E-books für Reisetaschen ist ja halbwegs groß, aber bei der Google-Bildersuche ist mir dann immer wieder ein Modell in den verschiedensten Ausführungen ins Auge gestochen. Da war dann sogar das E-book erhältlich und nach längerem Stoffaussuchen habe ich mir eine little holiday bag nach ki-ba-doo genäht. 

Die Stoffauswahl ist dann irgendwie sehr Mädchenhaft rosa-lila-geblümt geworden, irgendwie bin ich vor mir selbst erschrocken. Trotzdem gefällt mir die Tasche und es hat einiges Platz darin (aber natürlich nicht genug, sie hat schließlich Handgepäcksgröße und fasst keine 200 liter...). 

Den Boden und die Henkel habe ich aus Leder gemacht, da war ich mir erst nicht sicher, weil Leder ja doch auch seinen Preis hat und halt die Maschine damit ein wenig zu kämpfen hat, aber ich glaube, es war eine gute Entscheidung, schließlich soll die Tasche ja was aushalten. 

Eingepackt habe ich dann viel Wolle (man weiß ja nie, wieviel man zum Stricken kommt). Und angekommen am Zielort Bad Endorf habe ich dann mein Zimmer bezogen (das Themenzimmer "Dornröschen" im Endorfer Hof) war meine Tasche sofort im Zimmer integriert. Vermutlich hatte ich eine Art Vorahnung, was die Stoffauswahl betraf. Aber ich habe es geschafft und sie doch noch zwischen all den rosa Blümchenstoffen wiedergefunden und mitnachhause genommen.

Bis bald,
Viki


nähen
Beim Nähen
Sewing it
Details
Verschwommene Details
Blurred details

I've been away for some time, that's why I didn't wright. And for my trip I wanted to sew myself a bag, as I ent with the car and could take more things than I'm used to with my ordinary backbag. There are plenty e-books for travel-bags, but searching google pictures I liked one bag in diverse styles. There was an e-book available and so, after finding the fabrics of my liking, I sewed my own little holiday bag after ki-ba-doo

I realized that my fabrics were totally girly pink-lilac-flowery, I'm a bit shocked by myself. But still, I like the bag and there is plenty space in it (well, not enough, as it's hand-luggage sized and not a 200 litres bag...).

I've chosen to use leather for the bottom, even if I wasn't sure at first, considering the price and that the sewing machine would need to work hard. But I think it's okay, as it gives the bag some extra strength and durability.

Then I've packed a lot of wool into the bag (you never know how much time there is to knit). And when I came to my hotel room (themed "The sleeping beauty" in the hotel Endorfer Hof) my bag immersed into the room. Maybe I had kind of a foresight when choosing the fabrics. But in the end I found my bag between all the pink flowery accessoires and could take it back home.

Cu,
Viki

im Hotel
Gut Integriert
Nicely integrated
Schnitt: little holiday bag von ki-ba-doo
Stoff: Baumwolle und Wachsstoff von Greengate, Leder
Pattern: little holiday bag by ki-ba-doo
Fabrics: cotton and waxcloth by Greengate, Leather


Freitag, 20. März 2015

Punsch-Mohn-Torte - Punch-Poppy-Cake

Das Prachtexemplar ist wieder ein Jahr älter geworden und dazu gab's Torte. Meine Torten sind ja meistens eher Unfälle, trotzdem habe ich versucht den Wünschen gerecht zu werden. Es sollte ein großes Mohn-Punschkrapferl werden. Ich selbst würde mir die Torte ja nicht zum Geburtstag wünschen, weil Mohntorte ist zwar eh ganz gut, aber da kommt auf meiner Liste doch einiges vorher. Und bei der hier war die Rumflasche glatt ein bisschen zu locker in der Hand. Aber dem Prachtexemplar hat's super geschmeckt, deshalb teile ich jetzt das Rezept. 

angeschnitten
Dem Prachtexemplar hat's geschmeckt ;-)
The splendid fellow liked it ;-)

Vorsicht, bei mir kam die Springform vor der Backerfahrung und deshalb habe ich eine eher große (außer natürlich es kommt viel Besuch, oder man feiert im Kreise einer großen Familie, aber gemessen an den meisten Rezepten, viel zu groß). Dieses Rezept ist für eine 26cm Springform passend, bei einer anderen Größe das Rezept entsprechend anpassen.

Punsch-Mohn-Torte

10 Eier
360 gr Zucker
200 ml Wasser
320 gr Mehl
80 gr Stärke
200 gr Mohn
Backpulver
200 gr Marmelade (ich habe selbstgemachte Marillen-Pfirsich genommen)
100 ml Orangensaft (ich habe frisch gepressten Blutorangensaft genommen)
300 gr Schokolade (ich habe 2,5 Zotter - Kuvertüren genommen)
100 ml Rum
300 gr Staubzucker
5 EL Blutorangensaft
3 EL Rum

Brösel
Zerbröseln
Crumble
Das Eiklar zu Schnee schlagen. Dotter mit Zucker und Wasser schaumig rühren, Mehl, Backpulver, Stärke und Mohn dazumischen, dann den Schnee unterheben und bei mittlerer Hitze ungefähr eine dreiviertel Stunde backen.

Fülle
Tortengatsch
Cakemud
Die Torte horizontal dritteln, den Mittelteil herausnehmen (also Boden und Deckel bleiben). Den Mittelteil zerbröseln, mit dem Orangensaft und Rum tränken (Guten Rum!!! und eventuell ein bisschen weniger ;-) ) und einziehen lassen. Derweil die Schokolade schmelzen und dann Schoki und Marmelade zu dem Kuchengatsch mischen. Den Gatsch dann auf den Biskuitboden streichen und den Deckel drauf. 
Glasur
Saft zum Zucker
Juice to the sugar
Für die Glasur den Rum und den Blutorangensaft (der gibt wirklich die Hammer-Punschkrapfen-Farbe!) mit dem Staubzucker mischen und die Glasur über die Torte gießen. Dann eher kühl stellen, bis die Glasur fest ist, fertig.

Viel Spaß beim Nachmachen, 
bis bald,
Viki

begießen
Glasur
Icing

The splendid fellow has grown another year older and so I made a cake. My homemade cakes look more like they've been in an accident, but anyways, I've tried to follow the fellows wishes. He wanted a Punch-Poppy-Cake. I wouldn't ask for such cake on my birthday, as I'm not so fond of poppy-cake and this one did definitly drink too much rum for my taste. But the splendid fellow loved it, so I give you the recipy.

glasiert
Trocknen lassen
Let it harden
Take care, I've bought my springform before baking a lot and that's why it's rather big (if you don't feed a big family or have plenty guests, but most recipies tell me it's too big). So, if you don't own a 26cm springform, make sure to adjust the recipy.
Punch-Poppy-Cake

10 Eggs
360 gr Sugar
200 ml Water
320 gr Flour
80 gr Starch
200 gr Poppy seeds
Baking powder
200 gr Jam (I took selfmade apricot-peach-jam)
100 ml Orange juice (I took freshly squeezed Bloodorange)
300 gr Chocolate (I took 2,5 bars of Zotter Couverture)
100 ml Rum
300 gr powdered sugar
5 TS blood-orange juice
3 TS Rum

First beat the egg whites. Then beat the yokes with sugar and water and add the flour, baking powder , starch and the poppy-seeds, add the beaten whites and bake at medium heat for about 3/4s of an hour. 

zusammengebaut
Die Schichten
The Layers
Cut the cake horizontaly into three pieces and take out the middle part (so that there are a case and a lid). Crumble the middle part and add the orange juice and the rum (good rum!!! and maybe not that much ;-) ). While it feeds in you can melt the chocolate and then you add the chocolate and the jam to the "cakemud". Put the "cakemud" onto the case and put the lid on.

glasurfarbe
Punschkrapferlpink
Punchcakepink
For the icing you add the rum and the blood-orange-juice (that really gives you the original punchcake-pink!) to the powdered sugar and put the icing on the cake. Let it wait somewhere cool until the icing hardens, finished.

Happy baking,
cu,
Viki

Geburtstagstisch
Der gedeckte Geburtstagstisch
The set birthdaytable

Donnerstag, 26. Februar 2015

Geschirrspüler - Dish Washer

Ich weiß ja nicht wie es Euch damit geht, aber ich bin keine passionierte Abwäscherin. Meine Mutter sagt immer, sie macht das nicht ungern und man hört von manchen, diese Tätigkeit sei "meditativ", aber meine Leidenschaften liegen woanders. Liegt vielleicht auch daran, dass meine Haut da sehr empfindlich ist und ich in meiner Anfangszeit in Graz gerade einmal ein Lavour für den Abwasch hatte (also nicht einmal ein ordentliches Abwaschbecken, tja, das waren noch Zeiten...). Und ich habe langjährige Erfahrung, ich habe sogar einmal beim Bauernbundball als Abwäscherin gearbeitet (und da ist echt viel los). Auf jeden Fall ist mein Prachtexemplar eben auch deshalb prächtig, weil er sich meist um die Handwäsche kümmert (ja, ich brauche dieses doofe goldrandgeschirrspülfeindliche hübsche Geschirrzeugs). Ansonsten ist mein bester Freund der Geschirrspüler. Leider ist das Grazer Wasser nicht so sonderlich gerätefreundlich (hart wie Schwarzeneggers Muckis) und anscheinend habe ich ihn dann auch noch überstrapaziert. 

Und dann stehe ich da, mitten in Geschirrbergen und die Maschine knurrt nur kurz und legt sich dann wieder friedlich schnurrend schlafen. Ich klopfe noch kurz an die Türe, es hilft nichts. Als ich dem Prachtexemplar aufgelöst von dem schnöden Verrat berichte schmeißt er sich in seine Heimwerkerkluft und gibt sein Bestes und, gerade als ich einen anrüchigen Installateursspruch loslassen will, er schüttelt den Kopf und meint mitfühlend "Es tut mir leid." 
Ich schaffe es und reiße mich zusammen. Nur im Gedanken bin ich gerade auf den Knien, die Fäuste gen Himmel gereckt und rufe laut "Neeeeeiiiiiin!!!".
Es war mein dritter Geschirrspüler in zehn Jahren. Wobei, der erste Neue. Also, die anderen waren gebraucht geschenkt. Aber trotzdem, irgendwie fühlt es sich so nach "das ist ja sowieso umsonst" an. Und die vielen Stufen, ohne Lift... 

Während dann hinter mir das Geschirr klappert und mein Prachtexemplar wie ein Böser abwäscht werfe ich das Internet an und durchforste die Geschirrspülerwelten. Alles was mir gefällt ist irgendwie außerhalb meiner Preisklasse und alles andere dann die wenigeren Euro für mich nicht wert (drei Maschinen in zehn Jahren, das macht was mit einem). Also wird's nix mit einem freistehenden Gerät, ein Einbaugerät gibt's günstiger. 

Mit ein bisschen Suchen haben das Prachtexemplar und ich dann ein Gerät von Smeg gefunden, ein Vorjahresmodell zum erschwinglichen Preis. Die Rezensionen für die Geräte der Marke sind zwar spärlich, aber top. Kühlschrank habe ich in hübsch und bin sehr zufrieden, Geschirrspüler gäbe es in hübsch, aber halt teuer. Aber Einbaugeräte haben nicht nur den Preisvorteil, man kann auch selbst gestalten. Wir haben ja keine gut geplante, durchgestylte Küche, sondern einen Kreativmix aus "war schon hier", von Omas alter Küche übrig, ein paar Kastln hier, ein paar Kastln da, alte Jugendzimmereinrichtungen dazu und dafür dann ein zwei kultige Teile mittendrin (groß ist sie dafür, die Küche). Das heißt, ich kann als Abdeckung nehmen was ich will!

Schleifen
schleifen
grinding



Schneiden
sägen
sawing



Tja. glaubt man. Und dann geht man schauen, wegen Fronten. Halbwegs unzufrieden mit der Auswahl hätte ich mich bereits für eine knallrote Front entschieden (ausnahmsweise nicht IKEA, weil da die Höhen der Küche nicht mehr zusammenpassen und lackiertes Sperrholz abschneiden wird nicht gut), da heißt's dann, ja, also, bestellen könnten wir das schon alleine auch, also, wirklich nur die Front, aha, ja, so in 6 - 8 Wochen wäre die dann da. Aha. Ja. Nein, danke auch. Ich bin IKEA-verwöhnt, ich möchte gleich oder gar nicht, und schon gar nicht doof angeschaut werden weil es nur eine Front ist. Kauf ich halt nix, selber schuld (Ich weiß jetzt gar nicht, wieviel das Teil gekostet hätte, das hat mir der nette Verkäufer gar nicht gesagt). Und ist das nicht eigentlich nur eine glatte Platte?`Sowas gibt's doch auch in Holz, beim Baumarkt. Und die könnte ich anmalen, und überhaupt...

Schablone
Schablone
Tamplate
Bohren
Bohren
drilling
Während ich laut vor mich hin denke führt mich das Prachtexemplar dann von dem pikiert dreinblickenden Küchenverkäufer weg und wir flitzen zum Baumarkt. Dort gibt es dann eine kleine Auswahl an Holzplatten in (fast) der richtigen Größe. Wir entscheiden uns für Akazie. Die Farbe gefällt mir so gut, dass ich sie vorerst einmal nicht anmalen will. Zuhause kürze ich das Brett mit der Stichsäge, schleife die Kanten ab und befestige die Einhängevorrichtung des Geschirrspülers nach Schablone. 

Gürtel
der Gürtel der zum Griff wird
the belt, before becoming a handle
Als Griff wollte ich eigentlich einen hübschen Porzellangriff, die habe ich dann allerdings nur als Knöpfe gefunden, das erschien mir unpraktisch. Zum unbemalten Holz passt aber eh rustikaleres, also nehme ich mir einen alten Ledergürtel und schneide ein entsprechend großes Stück heraus (getragen hätte ich den nicht mehr, der war schon so kaputt). Mit der Ahle meines Schweizer Messers steche ich Löcher in den Gürtelteil. Durch diese Löcher ziehe ich die eigentlichen Griffe und so habe ich dann endlich meine besondere Geschirrspülertür. Und sie passt gut zu meiner übrigen Küche. (ja, ok, das war nicht so schwer...) Weil diese tolle Front ein Eigenbau ist, stelle ich sie auch zu RUMS.

Ach ja, bisweilen bin ich mit dem Geschirrspüler sehr zufrieden, er ist leise und das Geschirr wird sauber. Und er funktioniert. 

Bis bald, Viki
  
fertiger Türgriff
fertiger Türgriff
finished handle

in der Patchworkküche
in der Patchworkküche
in my patchwork-kitchen

Smeg Design
Dunkeldegu meets Smeg ;-)

I don't know how you feel about doing your washing up, but I'm not passionate about it. My mum says it's quite okay to do it and some people tell me that it's like meditating, but it's not my hobby. Maybe that's because my skin is easily irritated, or because when I first came to graz I had to do my washing up in a simple bowl, not having an ordinary kitchen sink (what times they were...). And I'm really adept at it, I've even worked as dishwasher at the farmer's association ball (hosting some thousands of visitors). Anyways, one reason I call the splendid fellow splendid is, that he does most of the hand washing (and yes, I need all those golden crested not dish washer proof but beautyful dishes). And for the rest I have my best friend, Mr. Dishwasher. But the water in Graz is not the best for devices (hard as Schwarzenegger's muscles) and it seems that I did use it too much.

And suddenly I stand there, in between a heap of unwashed dishes and my dishwasher gnarls at me and falls asleep, with a silent purr. I knock at the door, but that doesn't help. Upset, I report it to the splendid fellow, who changes into his handyman clothes and gives his best. I'm thinking about some kinky handyman flirt as he turns to me, shakes his head and tells me "I'm sorry."
I pull myself together and just in my head I fall to my knees, raise my fists and cry to heaven "Noooooo!!!". 
It's been my third dishwasher in only ten years time. Well, the first new one. The others had been used ones, that we got for free. But still, for me it feels like, "there's no use in it". And then there are the many stairs, no elevator...

While the splendid fellow does wash all the dishes I go to search the internet for a new dishwasher. But the ones I like are not my prize and the others seem to be to expensive for what I would get (Well, three in ten years, you would be picky, too). So, no free-standing device for me, the built-in ones are cheaper.

After a bit of research the splendid fellow and I have found a Smeg product, a last years model for a reasonable price. There are only few reviews for this brand, but those are good. I have a beautyful fridge from Smeg and I love it. There are dish washers in the same lovely design, but they are expensive. And the built-in products are not only good value, but I can design them to my wishes. We don't have a nicely planned stylish kitchen, but a creative mix of "has been here at the beginning", "what was left of my granny's kitchen", some old cupboards here, different cupboards there, our youth rooms interiour and one or two iconic items (well, at least the kitchen is big). So I can choose whatever cover I want for the dish washer. 

Or at least I could. But then I go to find a front-cover. Quite disappointed with the choice I go for a bright red (this time not IKEA, as the height of the front won't go with my kitchen and cutting off the painted ply is not promising). Then I hear: well, ok, we could order the front only, maybe, so, just the front, ok, well then, in about 6 - 8 weeks it would be here. Okay. Well. No, thank you. I'm IKEA-spoiled, I want it now and I don't want to be looked upon for only ordering one piece and not the whole kitchen. I don't buy anything then, their loss (and I don't even know how much it would have been, the assistent didn't tell me). So, the thing I need, isn't this just a plain panel? There are wooden ones in the hardware stores. And I could paint it and ...

While I'm thinking loudly the splendid fellow leads me away from the piqued looking sales assistent and we head to the hardware store. They have a small supply of wooden panels in (nearly) the right size. We take mimosa tree. I like the colour and decide not to paint it. At home I shorten the panel with my jigsaw, smooth the edges and attach the holders for the dishwasher, following the template.
As a handle I wanted to have a nicely coloured porcelain one, but I found only knobs and thought them not handy. But for the unpainted wood something more rustic would fit quite nice and so I took an old leatherbelt of mine and cut a fitting piece out of it (i wouldn't have worn it anymore, it was broken already). With my swiss knife's awl I cut holes into the leather where I want the knobs to be. That's my personal door handle now. And it looks great in my kitchen (which wasn't sooo hard...). And because I made it myself I show it at RUMS.

And by the way, I'm very content with the dishwasher, it is silent and the dishes come out nice and clean. It does what it should.

Cu, Viki

fertig eingebaut
fertig für die erste Runde
ready for the first run