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Freitag, 14. Februar 2014

Weiberausflug 2 - Merry Wives on Journey 2

Die erste Nacht in unserem Hotel haben wir in einem "3-Bett-Zimmer" überstanden (zu den drei eigentlichen Betten hatten wir dann anstelle von Ablagefläche allerdings noch ein Stockbett, also fünf Betten), es war trotz mangelnden Fensters (super bei Mitternachtssonne) durch die Lüftung etwas zugig und ich habe schon geräumigere Jugendherbergszimmer gesehen. Das Zimmer war eine Notlösung, da ich bei der Buchung einen Fehler gemacht habe und durch das Hin- und Her ein Zimmer zu wenig gebucht war. Das Personal vom Hotel Cabin hat sich allerdings sehr bemüht und die nächsten beiden Nächte haben wir dann zwei wirklich schöne Zimmer mit Ausblick bekommen.

Our first night in the hotel was spent in a "3-bed-room" (which had an additional bunk bed instead of a cupboard), it was despite a lacking window (great with midnightsun) draughty and I have seen hostel-rooms that had more space. The room was a compromise, as I made a mistake when booking and after some seesaw we were a room short. But the staff of Hotel Cabin was very friendly and helpful and the next two nights we had two really nice rooms with view.



Wer in Island ist, wenn auch nur für kurz, möchte auch ein bisschen Landschaft sehen. Also war meine Mama so lieb und hat uns einen Mietwagen gesponsert (günstig bei Sadcars). Mit dem Auto sind wir dann (ungefähr) den Goldenen Ring abgefahren, haben also die bekanntesten Sehenswürdigkeiten abgehakt.
Auf dem Weg zum ersten Halt bei Thingvellir, dem alten Versammlungs- und Gerichtsplatz der Stammesoberen ist dann endlich auch ein bisschen der Winter zu erahnen. Bei Thingvellir selbst sind wir dann überrascht, dass doch mehrere Touristen unterwegs sind und wir nicht alleine übers Eis am Platz schlittern. Das hier auch die Plattengrenzen von Europa und Amerika aneinanderstoßen lesen wir erst im Nachhinein  (bzw. vorher hat sich natürlich keiner den Namen des Platzes gemerkt und während des Aufenthalts haben sehen wir uns um und trinken heißen Tee aus der Thermos und lesen nicht). Also wird die geologische Besonderheit nicht gewürdigt, schön ist's trotzdem.

Being in Iceland, even just for short, means you want to see some landscape. So my mum was so kind and payed for a rental car (cheap at Sadcars). We drove (about) the Golden Circle, checking the most famous sights.
On our way to Thingvellir, the ancient meetingplace of the chieftains, we get our first impression of winter. Arriving at Thingvellir we are surprised by the many tourists, we are not the only ones gliding over the ice that coveres the place. This is not only the meetingplace of the old chieftains, it's the place were America meets Europe, but as we can't remember the name, we are oblivious of the continantal drift while crossing it. Nevertheless, it's stunning.




Nach Thingvellir geht die Straße dann ostwärts und bergab, es wird wieder schneefrei. Zwischendurch muss meine Mama dann seeehr langsam fahren, weil ich überall Pferde sehe und die Photos sollen ja scharf werden. Irgendwann schaffen wir es dann trotzdem zu den berühmten Geysiren. Ui, hier ist es kalt! Der Wind pfeift und bei mir macht sich genau jetzt die Erkältung so richtig breit. Zwischendurch überlege ich, ob ich die Absperrungen übertreten soll, damit ich mich zum Aufwärmen kurz ins 80°-100°C warme Wasser legen soll. Tapfer folgen wir der Masse (ich habe echt geglaubt im Winter wäre hier wenig los...) und es stimmt, der Geysir Strokkur zeigt sich beeindruckend. Die Photos weniger, da die inzwischen steifgefrorenen Finger den Abdruck nicht punktgenau schaffen (Andere waren ausdauernder und auch besser vorbereitet, aber man kennt die Photos eh, dafür ist man nicht hier). Nach dem dritten Ausbruch ist uns entgültig zu kalt und wir sind froh über die Touristenfalle, in der uns Suppe (richtig gute) und Souvenirs serviert werden.
Weiter gehts zum Wasserfall Gullfoss, der teilweise eingefroren ist. Leider ist auch der untere Weg teilweise gefroren und damit gesperrt, jetzt kann man dieses Naturschauspiel nur von etwas weiter weg sehen, aber je näher man kommt, umso kälter wird es sowieso und hier fröstelt meine Cousine Tina als erste (ja ja, Frauen unterwegs). Aber auch hier waren die Isländer so nett und haben uns einen Souvenirshop hingestellt, damit wir uns aufwärmen können (und diese Filzschafe müsste man ja sowieso irgendwo kaufen).


Leaving Thingvellir we head east and downhill, the streets are free of snow. My mum has to drive veeery slowly, as there are so many horses and I want the photos to be sharp. Eventually we make it to the famous Geysirs. Wow, it's freezing here! The wind is sharp and I feel the cold creeping up in me. I consider stepping over the little fences to warm up in the 80°-100°C warm water, but we follow the crowd (and I really thought that there were no tourists in winter...). It's true, the Geysir Strokkur is impressing. Not so much are my photos, as my fingers are frozen blue and I don't manage to push the trigger at the exact time (Others have been better prepared and there are plenty perfect photos, but I'm not here just for photographing). After the third eruption it's finally to cold for all of us and we are happy to get into the tourist-trap, where we find soup (really good one) and souveniers.
On it goes to the famous falls of Gullfoss, partly frozen now. As part of the lower way next to Gullfoss is frozen and therefore closed, we can see the spectacel only from slightly further away. But it's colder the nearer we get anyway, and now my cousin Tina is the first to shiver (woman on journey...). The Icelandics have been so kind to provide us with a souvenirshop, where we can warm up (and buy those felted sheep we would have needed anyway).



Hier führt uns die Straße dann wieder zurück und wir überlegen, ob wir in Laugarvatn die Therme besuchen sollen, obwohl es langsam spät wird und wir am Abend rechtzeitig zum Nordlichtausflug im Hotel sein sollen. Mir macht die Erkältung zu schaffen und da man doch nass durch die kalte Luft zur Umkleidekabine muss hält sich meine Begeisterung in Grenzen. Da sich der Preis für eine halbe Stunde (viel mehr Zeit würden wir ohne Stress nicht mehr haben) dann nicht rechnet, gehen wir lieber ums Bad herum zum See. Und zu unserer freudigen Überraschung dampft der! Und meinereiner kombiniert, dass Dampf in Island, ein Thermalbad nebenan und ein Schild mit dem Hinweis "Achtung! Heiße Quelle!" bedeutet, wir können hier unsere Füße aufwärmen. Also ziehen Tina und ich unsere Schuhe aus (jetzt will meine Mama nicht mehr) und erkunden den warmen Sand und den warmen See. An Ufernähe ist das ca. ein Meter von "brr! kalt!" bis "autsch! heiß!". 
Mit warmen Füßen fahren wir dann Richtung Südwesten, in den Ort Hveragerdhi. Auch hier dampft es überall aus der Erde. Für den bestimmt sehenswerten Geopark ist es dann allerdings schon zu spät, der hat bereits zugesperrt. Ich freue mich über die Wollfabrik am Stadtplan, verschiebe meine Einkaufspläne dann aber doch auf morgen, wie ich vor der Ruine der einstigen Wollfabrik stehe. Als wir uns schließlich auf den Rückweg nach Reykjavik machen kommen wir noch bei den beleuchteten Gewächshäusern vorbei, für die Hveragerdhi berühmt ist. 

The road from here leads back and we think about going to the pools in Laugarvatn, despite having to be back in the hotel quite early, for the northern lights excursion. As I suffer more and more from my cold I don't want to walk all wet through the cold air to the changing rooms and we wouldn't have much more than have an hour time, which makes the price seem quite dear, so we decide against it. We prefer walking around the pools and head for the lake. It steams! Combining that steam in Iceland, a thermal pool next door and a sign calling "Attention! Hot Spring!" mean we can warm our toes here, Tina and I get barefeet (mum doesn't want). We explore the warm sand and the warm lake, it's about a meter from "brr! cold!" to "ouch! hot!".
With warm feet we head southwest, to Hveragerdhi. Here it steams from the earth. It's already to late to visit the Geopark, but I'm happy to see a woolfactory on the map. As I stand before it's ruins I cancel my plans to stock myself with wool here. On our way back to Reykjavik we pass the illuminated greenhouses, that made Hveragerdhi famous.

Im Hotel bleibt uns nicht lange Zeit zum Aufwärmen, wir haben eine Nordlichttour gebucht und werden abgeholt. Nach dem langen Tag ist die Energie allerdings nicht mehr ganz so groß und als der Tourleiter (ein humorvoller Bayer) dann noch erklärt, dass es halt, so wie die, die jetzt das dritte Mal dabei sind ja schon wissen, Glückssache ist, ob man in den zwei Stunden draußenstehen dann was anderes als Sterne oder Wolken sieht, wirkt Tina leicht erschüttert. Für nix erst um halb zwei ins Bett? Mich stört's nicht, ich gehe sowieso immer spät schlafen. Im Bus sollen wir dann unsere Kameras einstellen (weil draußen ist's dann finster), ich bin froh die alte analoge Spiegelreflex mitzuhaben, weil natürlich habe ich ja kein Ladekabel für meine Digitalkamera mitgenommen und die hat fast keinen Strom mehr. 
Keine fünf Minuten nach dem Aussteigen fängt das Spektakel dann an, erst ganz langsam und ohne Tourleiter wärs unerkannt geblieben, dann so stark und schön, dass auch meine Mama endlich ans Nordlicht glaubt und nicht meint, dass das nur die Lichter der Gewächshäuser sind (ja, wir sind wieder in der Nähe von Hveragerdhi). Die Stimmung ist jetzt auch wieder super, das Warten war nur kurz und hat sich gelohnt. Nach fünf Bildern gibt meine Digicam auf und verabschiedet sich in den Urlaub, das Handy photographiert die Nacht und behauptet, es gibt gar kein Nordlicht. Was meine Analoge gemacht hat, weiß ich noch nicht, ich hätte aber auf jeden Fall einen weiteren Film mitnehmen sollen. 
Als die Nordlichtaktivität dann abnimmt werden wir mit dem Bus noch in ein Kaffeehaus gebracht und schon kurz vor der Ankunft sehen wir wieder leuchtendes grün am Himmel. Wie bestellt fängt der Himmel an zu leuchten als der Bus dann steht und dieses Mal nicht zögerlich, sondern wirklich imposant, wie man es von den schönsten Postern kennt. Ich habe keinen Film und keinen Akku mehr und auch meine Begleiterinnen haben mit ihren Kameras Probleme. Diese Bilder bleiben also in unseren Köpfen und werden nur von den Anderen Teilnehmern der Tour geteilt. 

Einen schönen Valentinstag,
bis bald
Viki




Back in the hotel we don't have much time to warm up, as we've booked a northern lights excursion and are being picked up. But after a long day energy is low and as the tour guide (a humourous Bavarian) tells us, that nature can't be influenced, as those attending for the third time now can confirm, and it's just good luck if we see anything but stars or clouds, Tina seems to be slightly shocked. After all, we won't be in bed before half past one... I don't care, as I'm not an early sleeper, anyways. We are told to prepare our cameras on the coach (outside it will be dark) and I'm happy to have brought my old analogue SLR, as I didn't bring my recharge cable for my digital camera.
It's not even five minutes after arriving when the spectacle starts, first slow and we wouldn't have recognized without the tourguide, then so strong and beautiful that even my mum starts to believe that those are the northern lights and not the lights from the greenhouses (yes, we're back to Hveragerdhi). Tempers have settled and everything is great again, the waiting was just short and really worth it. After five photos my digicam goes on holidays and the camera of my mobile just ignores the northern lights and pictures only night. I don't know yet what my analogue camera did, but I know that I should have taken a spare film. 
As the northern lights activity declines we are being brought to a café and shortly before arriving we glimpse some green on the sky again. Like on appointment the sky beginns to glow as we get out of the bus, this time in wordless beauty, intense as in all those advertisings. I don't have any charge or film left and my company has likewise issues with their cameras. So those pictures will stay in our heads and are shared only by the other attendents of the tour.

Have a nice Valentines Day,
Cu
Viki

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