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Donnerstag, 27. März 2014

Geburtstagsausflug für den Mann, Venedig 1 - Birthdaytrip for the husband, Venice 1

Einen Geburtstagsausflug hatten wir heuer ja bereits, aber auch das Prachtexemplar hat Geburtstag, also bekommt er auch (gaaaanz uneigennützig *ggg*) ein prächtiges Geschenk. Der Spaßfaktor vom Schenken wird durch den Überraschungsfaktor noch erhöht. Im Bus von Graz nach Klagenfurt lasse ich das Prachtexemplar (im folgenden PE) noch in dem Glauben, es gehe nach Kärnten (was ja an sich schon ganz schön wäre, wären da nicht so vergangene Berufserfahrungen meines PEs...), aber am Bahnhof sehe ich dann ein verdächtiges Leuchten in den Augen des PEs, als er die Anzeigetafel des IC 31 sieht, der als Ziel Venedig St. Lucia angegeben hat. Ich habe ja bereits erwähnt, dass wir beide gerne mit dem Zug unterwegs sind, und die Strecke ist tatsächlich auch sehr schön, die dreieinhalb Stunden Fahrt vergehen schnell.


Die Stadtkarte aus meinem kleinen Reiseführer hilft uns dann auch auf direktem Weg (in nur 10min!!!) unsere Pension zu finden. Unterwegs erfahre ich, dass mein PE vor nicht allzu langer Zeit bei der Heimfahrt von einer Konferenz einen Abstecher nach Venedig gemacht hat und "er eh einen Stadtplan gehabt hätte". Es ist sein Geburtstagsausflug, also verkneife ich mir die Bemerkung über verheimlichte Ausflüge in die Stadt der Liebe, ohne der besten Ehefrau wenigstens ein Souvenir mitzunehmen. Beim Weg entlang der Kanäle und über die Brücken tauchen wir dann aber sofort in die verzauberte Atmosphäre der Stadt ein.
Ich habe uns in die Pension Casa Rezzonico eingebucht, die Eigentümer waren so freundlich uns bereits im Vorfeld über den Streik der öffentlichen Verkehrsmittel zu informieren (zu Fuß sind wir auch schneller, als wir mit dem Schiff gewesen wären). Wir dürfen uns unser Zimmer aussuchen, was schwer fällt, da alle Zimmer wirklich schön und sauber sind. Auch mit der Lage in einem ruhigeren Bereich vom Bezirk Dorsoduro, direkt am Kanal, aber nicht weit von den Sehenswürdigkeiten gefällt uns. 











We've made already one birthdaytrip this year, but my splendid fellow has birthday, also, so he gets a splendid birthday present (totally unselfish *ggg*). The fun lies in the fact that he doesn't know where we go. Sitting in the bus I let him believe that we head for Klagenfurt, the capital of Carinthia (which would be absolutly beautyful, if not for some bad work experiences my splendid fellow has made some time ago...), but being there at the railway station I see his eyes light up, as he notices the destination board of the IC 31, that shows Venice St. Lucia as destination. I've already told you that we like to travel by train and the trail is beautyful, so the three and a half hours pass nicely. 
The citymap of my pocket guide helps us to find the direct way to our guesthouse (in only 10 min!!!). On the way my splendid fellow tells me, that he would have had a citymap, as he was here not so long ago, bypassing from his way home from some conference. It's his birthdaytrip, so I keep what I want to tell him, about keeping trips to the city of romance secret and not even bringing a souvenir for the best of wives. But the way along the canals and over the bridges immerses us into the enchanting atmosphere of the city.
I've booked a room at Casa Rezzonico and the owner was so friendly as to inform us about a strike of the public transport system, so we knew that we had to walk (wich was much faster as going by boat, anyway). We are allowed to choose a room, which is not easy, as all the rooms are beautyful and clean. We like the location, at a quiet spot in the district Dorsoduro, directly at a canal and not far from the sights.








Lange bleiben wir allerdings nicht im Zimmer, es ist erst früher Nachmittag und wir wollen die Stadt sehen. Dafür spazieren wir einfach in eine ungefähre Richtung und es dauert nicht lange, bis wir vor dem Peggy Guggenheim Museum stehen. Wir entscheiden uns aber weiterzuspazieren, die "ich möchte das noch sehen Liste" ist noch zu lange um einfach einen halben Tag abzuzwicken (und ich schätze, den sollte man fürs Guggenheim einplanen). Nach weiteren Gässchen und Brücken kommen wir dann zu der beeindruckenden Kirche Santa Maria della Salute. Sie ist noch geöffnet, also betreten wir sie spontan. Vorne wird gerade ein Gottesdienst abgehalten, was die Mystik der Kirche noch unterstreicht. Eintritt zahlen wir nur für die Sakristei, in der Werke von Tizian und Tintoretto hängen. 




Die Kirche befindet sich am Eingang zum Canal Grande und auf der anderen Seite sieht man bereits zur nächsten Insel. Mit einem kleinen Umweg finden wir dann zurück zur Ponte dell' Accademia und überqueren den Canal Grande. Im Bezirk San Marco spazieren wir vorbei an unzähligen Souvenirläden (ich halte mich brav zurück), an einigen Bäckereien (hier gib es irgendwann kein Halten mehr) und dann lädt das Altarbild der Kirche San Salvador, das durch die geöffnete Türe zu leuchten scheint, mich ein auch diese Kirche zu betreten (das Prachtexemplar meint dass das Bild kitschig sei). Auch hier finden sich zahlreiche Werke großer Künstler, das Altarbild ist von Tizian. Die Kunst und Architektur verbreitet eine eigene Art von Heiligkeit, diese Kirche ist nicht so lichtdurchflutet wie die Santa Maria della Salute, wieder draußen in den Gassen verfliegt die Ernsthaftigkeit aber schnell. Nach einigen Kurven finden wir dann die Rialtobrücke. Hier merkt man den März, wir können uns auf der Brücke frei bewegen und hinunterphotographieren, die Touristenmassen halten sich in Grenzen.
Langsam wird es dunkel und wir suchen noch eine Kleinigkeit zum Abendessen. Wir landen in der Toletta Snack Bar, zuerst vor allem wegen der günstigen Preise, auch das Ambiente ist nicht hochromantisch, sondern eher billig (wir bekommen Plastikbesteck). Der Kellner (und Besitzer?) ist allerdings ausgesprochen freundlich und hat Humor, das Essen ist ausgezeichnet, die Tagliatelli funghi sind mit Steinpilzen! Zum Frühstücken kommen wir wieder, das Lokal ist unbedingt empfehlenswert.  

Bis bald,
Viki





We don't stay in our room for too long, it's not late in the afternoon and we want to see the city. We just walk in some kind of direction and it's not long before we stand in front of the Peggy Guggenheim Collection. But we decide to walk on, as the "I want to see this and that and much more list" is still too long for just cutting half a day for museum (and I think that's the least it would take for the Guggenheim Collection). Some alleys and bridges further on we reach the impressive church Santa Maria della Salute. As it is still opened we enter. There's a service, which underlines the mysticism of the place. The only entrance we pay is for the registry, where we find paintings of Tizian and Tintoretto.
The church is located at the beginning of the Canal Grande and on the other side we can see the next island. With a little detour we come back to the Ponte dell' Accademia and cross the Canal Grande. In the district San Marco we pass uncountable souvenirshops (I can keep myself from shopping), many bakery shops (no way I can keep myself from shopping) and then the altarpiece of the church San Salvador shines throught the opened door and invites me in (the splendid fellow thinks the painting is too gaudy). We find again numerous pieces of great art, the altarpiece is Tizian. All the art and architecture spreads an own kind of holyness, the curch is not as light as Santa Maria della Salute, but going outside again lets the graveness disappear. After some more turns we find the Rialto bridge. Here we notice that it is march, we can walk the bridge the way we want and take photoes, there are not too many tourists. 
Eventuelly the sun sets and we go to find something to eat. We get to the Toletta Snack Bar, where we enter because of the reasonable prices, as the ambience is not the most romantic, more a bit tacky (we eat with plastic cuttlery). But the service is extremely friendly and humourous and the food is delicious, my tagliatelli funghi are with real boleti. We come again for breakfast, this location is totally recommendable.

Cu,
Viki



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