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Mittwoch, 2. April 2014

Geburtstagsausflug für den Mann, Venedig 2 - Birthdaytrip for the husband, Venice 2

Im Café Toletta frühstücken wir im stehen und lernen, dass Vanillekrapfen auf italienisch crema genannt werden, das von da an am häufigsten benutzte italienische Wort des Prachtexemplars. Wir sind halbwegs früh aufgestanden damit wir für die Besichtigung des Palazzos Ducale nicht zu lange anstehen müssen, also geht es über die Ponte dell' Accademia dorthin. Tatsächlich gibt es kaum Wartezeiten und der eher stolze Eintrittspreis relativiert sich, weil die Karte auch für andere Museen gültig ist. Wir schwelgen den halben Tag in üppigster Pracht, bis uns der Weg über die Seufzerbrücke ins ehemalige Gefängnis führt. So trostlos die Zellen auch sind, gegen so manchen Kerker mittelalterlicher schottischer Burgen wirken selbst diese tristen Räume hell und geräumig. Trotzdem atme ich unwillkürlich erleichtert auf, als wir uns wieder in "der Zivilisation" befinden.


Nach dem Dogenpalast bietet sich natürlich ein Besuch der Markuskirche an. Hier geht es weiter mit dem Prunk und wir sind hin und hergerissen. Irgendwie passt dieser ganze Prunk der Kirche (oder eben der Prunk der meisten Kirchen) nicht zu den Aussagen der Bibel, andererseits kann ich mir gerade in dieser Kirche das erste Mal vorstellen, wie durch die Gemälde und vor allem durch die Deckenmosaike die Herrlichkeit Gottes dargestellt werden soll. Auf jeden Fall wirkt es beeindruckend.
Nach dem Kulturprogramm erweist sich mein Prachtexemplar wieder einmal als solches und lädt mich ins Café Florian ein. Der Espresso ist sehr gut (sollte er auch sein, zu dem Preis), die Macarons auch, aber hier geht es vor allem um die romantische Atmosphäre. 


We have breakfast in the Café Toletta and learn there, that bismarcks with vanillacream are called crema in Italien, from now on the splendid fellows most used Italien word. We got up quite early so that we wouldn't have to queue for to long to visit the Palazzo Ducale. And we are right, the queue is short and even the rather dear entrance price is relativised by the fact that the ticket is valid for some more museums. Half of the day we indulge in the opulent art, just until the way leads us over the bridge of sighs into the former jail. And bleak as it may be, compared to some of the dungeons in middle aged Scottish castles those cells seam airy and spacy. Nevertheless I find myself breathing a sigh of relief as we go back to "civilized world". 
After visiting the Palazzo we had to the church of St. Marc. There is even more splendor and we can't decide if we like it or not. After all, all this pomp in a church (or, one could say in most churches) doesn't go along with the bible. On the other hand, it's in here that I can imagine for the first time, how all those art and most of all the mosaics on the ceiling shall allegorise the glory of God. Anyway, it's impressing.
After all the cultural input my splendid fellow proofs himself splendid fellow once more as he invites me into the café Florian. The espresso is excellent (it should be, for the price), the macarons as well, but it's mostly the atmosphere, that counts.



Der Kulturelle Input hat für heute gereicht, die Öffentlichen fahren wieder, also kaufen wir uns ein 24h Ticket und springen aufs Schiff nach Lido. Die Insel ist ein Kontrast zu der Altstadt, es fahren Autos, insgesamt hat es hier mehr den Flair von einer typischen Ferieninsel. Als wir bei einem Billa vorbeikommen kaufen wir spontan (viel zu viel) für ein Picknick ein und spazieren dann weiter Richtung Strand. Dort genießen wir die Märzsonne, finden Muscheln (Tausende) und picknicken. Viel mehr Zeit wollen wir uns hier aber nicht lassen, also fahren wir zurück und mit dem Boot den Canal Grande ab, während die Sonne untergeht. An der Endstation steigen wir dann in die Linie nach Murano um und dort zu früh aus. Wir landen direkt bei den Glasfabriken, spazieren dort abseits der üblichen Touristenwege und finden dann nach einer Wohngegend ins Stadtzentrum. Inzwischen ist es dunkel geworden, und wir fahren zurück zur Hauptinsel. Als wir über kleine Umwege zurück zur Pension spazieren wollen, kommen wir vom Weg ab und verirren uns (sonst wärs ja nicht Venedig). Nach zwei Stunden Wanderung findet mein Prachtexemplar dann den Stadtplan doch in seiner Hosentasche und wir finden schließlich zurück. 

Bis bald, 
Viki





We've had enough culture for the day and as the public transport strike is over we buy a 24h Ticket, taking the boat to Lido. The island is a contrast to the old town, there are cars and a flair of the typical holiday island. We pass a Billa supermarket and buy spontanuasly (too much) for a picnic, heading on to the beach. There we enjoy the march-sun, find shells (thousands) and have a picnic. We don't want to spend too much time here, so we go back and go along the Canal Grande by boat, while sunset. At the last station we change into the boat to Murano, where we get out a bit too early. We are just at the glassfactories and walk off the beaten tracks, until we find the city center. It's dark now and we decide to go back. We want to walk back to our inn, taking little detours, but finally we end up lost (it wouldn't be Venice if you don't get lost). After two hours of walking my splendid fellow finds a map in his pocket and so we finally find back. 

Cu,
Viki



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