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Mittwoch, 16. Juli 2014

Kaninchenurlaub - Bunnytrip

Im Mai diesen Jahres kam von Bunnymami ein Hilferuf, Wiener Laborkaninchen suchten ein neues Zuhause. Unsere zwei Hübschen sind ja von ihr und wir finden sie großartig. Nach einigem Hin und Her haben wir uns entschieden, enger zusammenzurücken und bei Bedarf noch Platz für zwei weitere Laboris zu machen. Einzig vor der Eingewöhnung und dem Sozialisieren graute mir schon. Aber weil auch die Bunnymami ihre liebevoll gepflegten Schützlinge gerne gut untergebracht und glücklich sieht, haben wir uns darauf geeinigt, dass Kessy und Casanova die neuen Mitbewohner aussuchen dürfen. Also, nachdem Bunnymami jetzt Urlaub hatte, brachten wir die beiden letzte Woche nach Wien.

Ein Auto für den Transport konnten wir bei den Schwiegereltern ausleihen, aber auch wenn die Häschen nicht ganz klein sind, einfach hinsetzen und anschnallen funktioniert nicht. Bisher sind wir ja mit einer Transportbox ganz gut ausgekommen, aber jetzt brauchten wir mindestens zwei, für die Rückfahrt dann vier... (ja, der Nachteil an normalgroßen Kaninchen ist halt manchmal die Größe...) Also ab zum Tierfachhandel. Boah, die großen Boxen sind teuer! Ich bilde mir nämlich ein, dass die Kaninchen glücklicher sind, wenn sie gemeinsam in einer Box sitzen. Der Nachteil an den großen Boxen, die sind für große Hunde. Das heißt, beim Nachhausefahren müssen wir die Kaninchen dann stapeln, weil die Boxen vor allem hoch sind. Mein heimlicher Wunsch wäre ja eigentlich ein Radanhänger, weil der wäre auch ideal zum Tierarzt fahren, oder (ohne Kaninchen) zum Einkaufen, IKEA fahren, Radtour machen, etc. Die gibt's nämlich nicht nur für Kinder, sondern auch für Hunde. Nur kosten die halt auch so viel wie die für Kinder. Tja. Außer man wünscht es sich fest genug und ein Zooladen ist so nett, zieht um, und verkauft dann alles um die Hälfte! Tatsächlich war der Anhänger dadurch nicht teurer als so eine größere Hundetransportbox, aber halt so viel praktischer! Und da passen vier Kaninchen locker rein! Die Räder haben wir erst einmal gar nicht draufmontiert, somit ist der Anhänger eine ideale Transportbox fürs Auto. 

Teppiche wurden gewaschen
Teppiche, auf denen die Kaninchen gerne hoppeln
The bunnies like to hop on these carpets

Teppiche werden getrocknet
Großes Teppichwaschen
Carpet-cleaning

Trotz der tollen Unterkunft sind unsere beiden Helden erst einmal nicht begeistert von unserer Idee, sie durch halb Österreich zu kutschieren. Doch hilft nix, da müssen sie durch. Also ab nach Wien. Mit diversen Zwischenstopps für Kontrolle und Trinken geht es am Abend in die Bundeshauptstadt (soll ja nicht zu heiß sein). Da wir uns in der Wegzeit verschätzen wird es schließlich viel später als gedacht. Als wir dann in Wien einfahren, ist mein Handyakku lehr. Hurra. Ich habe gerade noch genug Saft mir noch einmal die Adresse im SMS anzuschauen und dem Prachtexemplar mitzuteilen (falls ich sie vergesse), dann ist das Display schwarz. Gut organisiert wie es im Hause Dunkeldegu zugeht ist das Handy des Prachtexemplars natürlich zu Hause, der Akku des eingepackten Tablets (mit Modem! soweit hat das Prachtexemplar gedacht!) gleich leer wie der des Handys und keiner hat einen Stadtplan mit. Aber, wir waren ja eh vor drei Jahren schon einmal bei Bunnymami, so groß kann Wien doch nicht sein...

Meine erste Idee ist es, in einem Hotel nachzufragen. Allerdings ist die Parksituation in Wien nicht gerade berauschend, selbst um Neun Uhr am Abend nicht und wir sind ein bisschen gestresst und außerdem sitzen zwei weiße Kaninchen im Kofferraum (so einem Hohen, sie sind nicht abgeschottet, keine Panik). Wir verzichten dann doch aufs Hotelsuchen. Dafür finden wir Taxis. Ich frage einen der Fahrer, der holt ein Büchlein und erklärt mir die ungefähre Richtung, wir befinden uns auf der falschen Seite der Stadt. 
An dieser Stelle muss ich mich noch einmal bei den wirklich netten Wiener Taxlern bedanken, die hier gezeigt haben, dass es sich bei den wenigen negativen Erlebnissen tatsächlich um Ausnahmen gehandelt hat! 
Schließlich fahren wir dann einer Straßenbahn nach, bis wir in Hütteldorf sind. Ich bilde mir dann ein, dass wir vor drei Jahren irgendwie an dem einen Campingplatz vorbeigefahren sind, also biegt das Prachtexemplar in diese Richtung ein:

Ich: Da, rechts, nein, ich meine links, ja, nicht so schnell, sind wir da richtig?
PE: Du hast gesagt, hier hinauf...
Ich: Warte, stopp! Park da ein.
PE: Sind wir jetzt echt da?
Ich: Nein, aber dieses Restaurant, da haben wir ja letztens Kaffee getrunken, da frag ich jetzt!
PE: Was - 

Ich bin von der Sucherei schon leicht verzweifelt und als wir am Restaurant Prilisauer vorbeifahren, erscheint mir der Name irgendwie als Rettung. Weil wir an deren Stand am Rathausplatz Kaffee getrunken haben und seither die Visitenkarte bei mir herumliegt. Im Nachhinein sind meine Gedankengänge vielleicht doch nicht ganz logisch... Ich hüpfe jedenfalls aus dem Auto und frage Wirt und Kellner nach der gesuchten Straße. Weder sie noch die Gäste haben davon gehört. Also weiter Richtung Campingplatz, mittlerweile ist es Zehn Uhr, kein Taxistand findet sich mehr, nach der langen Odyssee möchte ich den Hasen die Fahrt zurück nach Graz nicht mehr zumuten und meine Laune geht steil nach unten.

Ich: Fahr zum Campingplatz rein!
PE fährt in die Einfahrt.
Ich: Warum parkst jetzt da?
PE stellt das Auto auf einen Parkplatz der näher am Eingang ist.
Ich: Das ist sicher kein Parkplatz!
PE: Gehst fragen?
Ich: Warum ich?
PE (grinst): Du bist freundlicher.
Ich: ...

Wir haben Glück, es ist Fußball-WM und einige Leute sitzen vor dem großen Bildschirm. Einer sitzt am Computer und hat gerade Google Maps offen. Ich halte mich zurück und nehme ihm nicht den Laptop weg, sondern frage höflich, ob er mir vielleicht mit einer Adresse helfen könnte. Es stellt sich heraus, dass der freundliche Herr Franzose ist. Vermutlich ist mir meine Verzweiflung ins Gesicht geschrieben (oder er glaubt ich bin wahnsinnig, da bin ich nicht ganz sicher), jedenfalls bemüht er sich sehr mich zu verstehen und ich darf an den Computer. Da hebt sich meine Laune dann schlagartig, wir sind fast da!
Den restlichen Weg kann ich mir halbwegs merken und um 22.15 stehen wir bei Bunnymami vor der Tür.  

Die Kaninchen haben sich in der früheren Umgebung sofort wohlgefühlt, bis sie sich Freunde ausgesucht haben wird's allerdings noch dauern. Und obwohl die Degus übers Laufrad trampeln und die Meerschweinchen quiekend durch die Wohnung spazieren, kommt es mir jetzt recht leer vor. Da freue ich mich jetzt schon wieder darauf, nach Wien zu fahren!

Bis bald
Viki

Im Moment wird nicht genagt
Keine Kaninchen
No Bunnies
Im Moment keine Kaninchen da
Keine Kaninchen
No Bunnies















      Im Moment keine Kaninchen da
Keine Kaninchen
No Bunnies

Bunnymami asked for help in May, some bunnies from a Viennese lab were looking for a new home. We have our two bunnies from her and we love them dearly. After some talk we decided that we can share some more of our home and take two more bunnies, so that they could live. Only the socialising of the bunnies worried me a little. But Bunniemami wants her bunnies to be happy and comfortable and so we decided that she would take care of the socialising and Kessy and Casanova would go to Vienna, to pick their new friends. And now Bunnymami has her holidays, so we could bring the bunnies to start the fun.
We borrowed the car from my parents in law, but that was not enough, as we couldn't just sit the bunnies in and strap them to the seats. Until now, one transportation box was plenty, but two bunnies wouldn't fit in, and thinking of going home with four (well, that's the disadvantage of a normal sized bunny. it's not little). So we went to the pet shop. Woah, the large boxes are expensive! And I insist on letting the bunnies stay together, so that they feel more comfortable. Anyways, the large boxes are built for dogs, so we would have to pile the bunnies, as the boxes are more high than wide. My wish was to buy a bike-trailer, that would be ideal for going to the vet or, without the bunnies, for shopping, IKEA, going on tour, etc. There are some for dogs, not only for children. Well, and then there was a pet shop that renovated and had a half-price sale! And they had a large trailer, that was not more expensive than a large box! But it's way more practical! And four bunnies can be stuffed in easily! Because we didn't put the wheels on it was the ideal transportation device for the car.

Even provided with the most luxurious box we could get our the bunnies didn't like the idea of being ferried through half of Austria. But there is no choice in that and on it goes to Vienna. We start late, to avoid the heat and have some drinking stops. We arrive in Vienna a bit later than we had planned and just as we enter the city, my mobile phone cries for battery. I have just enough time to check my messages for the address and tell it the splendid fellow in case I forget it as the mobile shuts down. Well organised as we are the tablet we brought is without energy as well and nobody thought of bringing an analouge map. But, it's just three years since we've visited Bunnymami and Vienna can't be that big...


First I think of asking in a Hotel. But even at nine o'clock in the evening it's not so easy to find a parking lot here and as we are slightly distressed and have two white bunnies in our boot (a high one, we can monitor them, don't panic), we discard the idea after some time. But we find taxies. I ask a driver and he has a little book where he can look up the adress. He tells me the direction, we're on the wrong end of the town.
And here I have to thank the really friendly taxi-drivers of Vienna, who proved that the few negative encounters some time ago where really just exceptions!
In the end we follow the tramway until we are in district Hütteldorf. I think that I can rememver the sign to the Camping and so the splendid fellow follows it:

I: There, to the right, no, left I mean, yes, slow down, are we on our way here?
SF: You said I should take this turn...
I: Wait, stop! Park here.
SF: Are we there already?
I: No, but this restaurant, we drank coffee there, I'll ask them!
SF: What the -

Slowly I'm growing desperate and as we pass the restaurant Prilisauer the name seems to be a saviour for me. Because it was their stand we drank coffee at at the Rathausplatz and the business card is on my table since then. Thinking about it now, maybe my assumption that therefore they need to know the street was not so logical as it seemed then... I go in and ask the innkeeper for the street, but nobody has heard of it. So we go on to the Camping, it's ten o'clock now, I don't find any more taxies that could lead us and after the long journey I don't want to bring the bunnies back to Graz. My mood worsens.

I: Go to the Camping!
SF drives there.
I: Why do you park here?
SF drives the car nearer to the entrance.
I: That's no parking space!
SF: Can you go and ask?
I: Why me?
SF (grinning): You're the friendly one.
I:...

It's good luck that it's soccer World-Championship and people gather at the TV. And one is sitting at his laptop, searching for something at google maps. I restrain myself from taking his laptop and force myself to ask friendly and calm if he might help me. The friendly guy is French. Wether I look so desperate or he thinks I'm a lunatic, I'm not sure, but finally he understands me and let me use his laptop. As I see that we have nearly reached our goal (football-pun!) my mood improves immediatly!
At 22.15 we reach Bunnymami.

The bunnies felt comfortable at their old home and it will take some time until they have made friends. At our home the degus lumber over their wheel and the guinea pigs wander squeaking through our flat, but I find it somehow empty. This makes me looking forward to going to Vienna again!

Cu 
Viki

Kaninchen beim Fressen

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