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Montag, 22. September 2014

Route der Klammen 4 - Route of Gorges 4

Der gestrige gemütliche Tag hat uns beiden zwar gut getan, mich schmerzt der Muskel den ich mir am ersten Tag verrissen habe allerdings immer noch. Also entscheiden wir uns dazu, die heutige Etappe morgen nachzuholen, die übernächste Etappe, die wieder einen weiten Weg auf Forststraße verspricht, auszulassen und heute einfach nur den Campingplatz zu wechseln. St. Martin bei Lofer ist ein guter Ausgangspunkt für die nächsten Touren und hat auch einen großen Campingplatz. Nur für die Tour durch die Aschauerklamm werden wir dann mit dem Bus zurück nach Unken fahren.

Heute geht es allerdings in die Gegenrichtung, der Campingplatz Grubhof hat sogar eine eigene Bushaltestelle. An der Rezeption werden wir freundlich begrüßt, es gibt hier einiges an Infrastruktur, allerdings sind hier auch sehr viele Camper. Es gibt zwar eine Wiese für Zelte, aber hier sind auch viele mit dem Auto unterwegs und es gibt nicht mehr viele freie Plätze. Zwischen den vielen Hauszelten und Zeltburgen fühle ich mich mit unserer kleinen, orangen Trekkingbehausung fehl am Platz. Die Damen an der Rezeption zeigen Verständnis und wir ziehen weiter. 


prachtexemplar mit rucksack
Prachtexemplar zwischen Riesensteinen
Splendid fellow between giant stones
mit dem rucksack durch die steine
Ich zwischen Riesensteinen (gruß ans Waldviertel)
Me between giant stones 

zauberwald
schöne Landschaft unterwegs
beautiful landscape on the way


wegweiser
wegweiser
sign posts
hübscher weg
unterwegs
on the way
saalach
die Saalach
the river saalach
Direkt vom Grubhof geht ein hübscher Weg die Saalach entlang nach Weißbach. Da wir jetzt mit schwerem Gepäck unterwegs sind nehmen wir die einfach Route im Tal, die auch wunderschön ist. Die Sonne strahlt und wir schaffen die zehn Kilometer ganz flott. Gegen Mittag kommen wir dann bei der ÖAV Ferienwiese an, auf dem Campingplatz sind keine Autos erlaubt, unser Zelt hat hier Durchschnittsgröße und die Ausstattung ist ein Hammer! Ein toller Aufenthaltsraum, saubere Küche, Essraum, schöne, große Duschen in einem warmen Holzgebäude, wir sind begeistert! Wir werden darauf aufmerksam gemacht, dass am Nachmittag eine Jugendgruppe einziehen wird, aber da wir beide selbst schon in der Jugendbetreuung gearbeitet haben, stört uns das nicht weiter. 



Prachtexemplar beim Zeltaufbau
Meiner!!!
Mine!!!


Ferienwiese
ÖAV Ferienwiese
Austiran Alpine Club Holiday Campsite
unser zelt und ich
Unser kleines Trekkingheim mit mir im Hintergrund
Our little trekking home and I am in the background

Da am Nachmittag noch Zeit ist spazieren wir dann zur Lamprechtshöhle. Die wäre ja an und für sich ziemlich direkt gegenüber vom Campingplatz, allerdings verläuft dazwischen die Saalach und da verläuft die nächste Brücke erst einen Kilometer weiter, in Unterweißbach. Macht aber nichts, wir wollen ja eh gehen. 

lamprechtshöhle eingang
Eingang zur Lamprechtshöhle
Entrance to the Lamprecht cave
Wir sind überrascht dass wir der Lamprechtshöhle auf eigene Faust (in dem dafür vorgesehenen Teil) erkunden dürfen. In der Höhle sind ca. 400 Stufen auf einer Länge von 700m zu bewältigen, die Höhle führt Wasser und ist gut ausgeleuchtet. So alleine durch die Höhle wandern ist irgendwo zwischen Romantisch und Unheimlich, auf jeden Fall aber ein tolles Erlebnis. Nach dem Höhlenerlebnis kehren wir ins Gasthaus Lamprechtshöhle ein. Wir fragen nach der Eiskarte und die Wirtin bietet uns an, ihre frisch gesammelten "Johannisbeeren" in einen Eisbecher zu verarbeiten. Klingt gut, also nehmen wir an. Dann die Überraschung: die "Johannisbeeren" sind Schwarzbeeren! Viele! Wir sind total hin und weg, wir essen den besten Eisbecher den man bekommen kann, in einer schönen Umgebung und günstig noch dazu. Urlaub pur! (Ja, so Kleinigkeiten machen glücklich.)


lamprechtshöhle innen
Höhlenweg
Way in the cave
lamprechtshöhle stiegen
So viele Stiegen...
So many stairs...
wasserfall in der lamprechtshöhle
Höhlenwasserfall
Cave-waterfall
lamprechtshöhle weg
Weg in die Dunkelheit
Way into darkness

Als wir dann zurückkommen ist der größte Teil der Jugendtruppe schon da und hinterlässt einen ganz guten Eindruck. Wir können sogar eine der beiden überdachten Picknicktische zum kochen nützen. Heute haben wir noch die mitgebrachten Vorräte, morgen will ich aber im Ort beim Selbstbedienungsgarten Gemüse holen und vielleicht grillen,

Bis bald
Viki

beim kochen
fröhliches Campingkochen
happy camping-cooking
Keeping it calm yesterday was good for us both, but I still feel a pain in the muscle that I hurt on our first day. That's why we decide to walk the planned way tomorrow, leave out tomorrows' route, that would lead mostly over dirt road again, and today just take our tent to the next campsite. St. Martin bei Lofer is a good base for the planned routes and fancies a big campsite. Just for the route through the Aschauergorge we will need to take the bus back to Unken.

We go to the campsite Grubhof, which is really easy to reach, as there is a busstation. The receptionists are very welcoming and the site is well infrastructured, but naturally there are many campers. There is a lawn for tents, but many people are here with their cars and there is not much space left. I don't feel like putting my little orange trekkingtent here in between all those fortresses that are made up from frametents and cars. The receptionists are understanding and so we leave.

Taking the way that passes the camping Grubhof, we walk along the river Saalach to Weißbach. We carry our full backpacks and so we decide to take the easy route, that leads us through the valley. The way is lovely, the sun is shining and so we manage those ten kilometres in no time. We reach the holiday campingsite from the Austrian Alpine Club at lunchtime, the campingsite doesn't allow any cars, our tent is of avarage size here and the infrastructure is great! A great common room, a clean kitchen and dining-hall, nice clean showers in a warm wooden builing, we're flashed! The receptionists tell us that they expect a group of youths in the afternoon, but having worked ourselves as chaperons we don't mind.

Having now a spare afternoon we walk to the Lamprecht-cave. It's just opposite of the campsite, but the river flows between and so we have to walk to the next bridge, which is about one kilometre away, in Unterweißbach. But that doesn't matter, we wanted to walk anyway.

What surprises us ist that we can walk unaccompanied into the cave. That means that we can explore about 700 metres (with about 400 stairs) of the illuminated cave on our own. This is a very romantic and somehow eerie experience. After exploring we visit the adjacent inn and ask for icecream. The innkeeper tells us that she has fresh blackberries and so we get one of the best icecreams ever! And all for a reasonable price! That's what I call holidays! (It's the simple things that make one happy.)

schwarzbeer eis
Mega Schwarzbeereis
Mega Blackberry icecream
Coming back to the camp the youths have arrived and seem to be totally ok. They even left one of the roofed picnic-tables for us, to use. Today we use what we still have in stock to cook, tomorrow I want to walk back to the village, where I gonna pick some vegetables from the self-service-garden and then I want to make barbeque from it.

CU
Viki

kochen beim campen
Schwammerl ins Essen muss sein
Mushrooms are a must

Donnerstag, 18. September 2014

Auf der Route der Klammen3 - On the route of Gorges3

Weil wir uns gestern ja die Füße plattgelatscht sind machen wir heute Pause. Das heißt: gemütlich ausschlafen, gemütlich frühstücken, abwarten bis es zu regnen aufhört und dann ohne Rucksack die Saalach entlang in den Ort Unken hineinspazieren. Dort essen wir Kuchen in der örtlichen Konditorei und kaufen fürs Abendessen ein. Dann fängt es wieder zu regnen an und wir spazieren zurück zum Zelt, froh darüber, dass unser Zelt wirklich wasserdicht ist. Der Regen ist aber auch bald wieder vorbei, den Abend lassen wir gemütlich mit einem Buch ausklingen. 

Chaos im Zelt
Zeltchaos
Chaos in the tent

Das Prachtexemplar liest mit mir "Alles Sense" von Terry Pratchett. Ich liebe ja die Scheibenweltromane, die mit viel Humor in einer Fantasywelt die Realität persifliert. Das Prachtexemplar kann sich für den Roman begeistern, besonders die Zauberer der Unsichtbaren Universität haben es ihm angetan. Ich bin ja schon gespannt, was er zu den Hexenromanen sagt...

Bis bald,
Viki


Saalach
Saalach

As yesterday was quite a long day, we decide to rest today. That means: sleeping late, having a nice breakfast, wait until it stops to rain and then walk along the river Saalach to Unken town. There we eat cake at the local pastry shop and shop for dinner. Then it starts to rain again and we walk back to our tent, glad that our tent is really waterproof. It doesn't rain for long, nebertheless, our evening program is reading a book.

We chose "reaper man" from Terry Pratchett. I love his discworld novels, that satirise reality with great humor in a fantasy world. The splendid fellow likes the novel, especially the wizards of the unseen university. I'm curious how he will like the novels with the witches...

Cu,
Viki

Lesen: Terry Pratchett
Beim Lesen
Reading




Montag, 15. September 2014

Auf der Route der Klammen2 - On the Route of Gorges2

Am nächsten Tag geht's (dank der Saalachtalcard gratis) mit der Gondel hinauf auf die Loferer Alm. Bist Du narrisch, da ist bei der Talstation was los! Weil es ja eine eher längere Etappe wird (ca. 22 km bis zur Unterkunft) will ich früh los, aber die Gondel fährt erst ab 10.00, und da ich nicht zu Fuß rauf will warten wir eben. Und da kommen dann gegen 10.00 auf einmal so viele Menschen! Geheimtipp ist die Gegend ja offensichtlich keiner mehr! Gut in die Gondel gequetscht geht es dann hinauf, wir folgen dem Wasserfallweg. Der Weg ist tatsächlich sehr empfehlenswert, wirklich schön, aber eben auch gut besucht. Am Anfang starte ich (nicht unbedingt ein gazellengleiches Feengeschöpf) zu schnell und unterschätze die (eh nur mäßige, aber trotzdem) Steigung und wir besetzen gleich eines der ersten Bankerl. Da werden wir von vielen überholt (da LAUFEN Leute!!!), es tröstet mich doch, dass dabei einige Leutchen auch sehr kurzatmig sind und mir doch seeehr neidisch aufs Bankerl (und vermutlich auch aufs Prachtexemplar, welches verständnisvoll mit mir rastet) erscheinen.


Almbahn 1
warten...
waiting...

Gondelfahrt
Ausblick
View
Nach den eindrucksvollen Wasserfällen teilt sich dann der Weg und wir überlegen kurz, gleich Richtung Unken abzukürzen, weil der Weg nach einem wunderschönen Almweg aussieht, bleiben dann aber doch bei der geplanten Route, die uns noch einige Highlights verspricht.



Wasserfallweg
Wasserfallweg
Route of Waterfalls
Prachtexemplar
Prachtexemplar mit Riesenrucksack
Splendid fellow with big backpack
Wasserfall
Wasserfall
waterfall


Restaurant Soderkaser
Mittagessen
Lunch
Almblick
Almidylle
Pitoresque alp



























Zu Mittag sind wir auf der Alm, wir gönnen uns Schiwasser und Germknödel im Restaurant Soderkaser ( sehr saubere Toiletten! ;-) und auch sonst trotz Größe sehr ordentlich) und machen uns dann gestärkt auf den Weg nach Unken. Mit Hilfe der Wanderkarte finden wir uns ganz leicht zurecht, allerdings sind wir immer wieder verunsichert, weil wir hier alleine wandern. Dafür kommen uns viele Mountainbiker entgegen. Wir biegen in den Wald ab, da ist der Weg dann auch angeschrieben. Schon auf der Karte haben wir gesehen, dass diese Strecke vor allem über eine Forststraße führt, was ja für einen höhenängstlichen Menschen wie mich ganz praktisch ist. Nach einer Weile wird die Sache allerdings eintönig. Bis auf die immer wieder vorbeizischenden Mountainbiker gibt's nix. Ja, schon Wald und eh alles ganz hübsch, aber halt kilometerlang gleich. 

Almbächlein
hübscher Bach
lovely stream
Forstweg
Prachtexemplar auf Forstweg
Splendid fellow on dirt road

Nach gefühlten Stunden gelangen wir endlich an ein Highlight: die Schwarzbergklamm. Die ist auch wirklich sehr beeindruckend, nur dass wir leider nur einen Wasserfall sehen, weil für die Klamm müsste man einen Abstecher machen und wir sind ja erst um 10.00 mit der Gondel weggefahren, zu Mittag waren wir auf der Alm und haben jetzt erst ca. ein Drittel der Strecke... Nach dem zweiten Drittel der Strecke kommen wir dann zur auch wirklich eindrucksvollen, aber doch recht kurzen Elbklamm. Nur hier ist der Forstweg leider eher stark befahren, wir kommen uns als Wanderer recht fehl am Platz und gefährdet vor und auch die Naturschönheit rechtfertigt den langen, langen vorherigen Weg nicht unbedingt. Spätestens jetzt bereuen wir, dass wir uns bei der Abzweigung am Wasserfallweg entschieden haben.



Schwarzbergklamm
Schwarzbergklamm
Schwarzberggorge
Flussbett
Flussbett
river bed
Elbklamm
Elbklamm
Elbgorge
Forststraße
Forststraße
Dirt road
Mit durchgelatschten Füßen kommen wir dann nach einer gefühlten Ewigkeit beim Campingplatz Steinpass an. Die Betreiberin hätte uns zwar schon unterwegs abgeholt, aber wegen dem, in Relation kleinen, Wegstück wollten wir auch nicht aufgeben. Beim Campingplatz ist direkt ein kleiner Pferdehof, für mich also die Traumlocation. Auch die Saalach ist gleich in der Nähe des Platzes. Ich finde den Platz sehr angenehm, nicht überlaufen. Das einzige Manko beim Zeltcampen in der Gegend ist die Durchzugsstraße, die man wirklich von überall her hört. Da müsste man auf der Alm bleiben, damit man Ruhe hat.

Bis bald,
Viki


Supermond
Nachtausblick vom Campingplatz aus, kurz vor dem Supermond
Nightly view from the Camp, shortly before the super moon

The next day starts with a cable car ride (free thanks to the Saalachtalcard) to the Loferer alp. Wow, there are many people! It's one of the longer hikes today (about 22km) so I want to start early, but the cable car opens at 10.00 a.m. and as I don't want to walk the distance we have to wait. And at 10.00 o'clock there are so many people here! That the place is beautiful is no more a secret... After the cable car ride we walk the way of the waterfalls. The path is great, passing beautyful waterfalls, but of course there are many people. Just at the beginning my pacing is too fast, I underestimate the (slow, but steady) rise and so we rest at one of the first benches. Now many people pass us (there are some that RUN!!!), for me it's a relieve that many are breathless as I am and some seem to eye my quite envious, as I sit on the bench (and the splendid fellow waits with obvious patience for my recovery).

Having then passed the waterfalls the way splits in two and we think about taking the shortcut to Unken, as the way promises to be a really nice alpine path. We decide to stick to the plan instead, as it promised some highlights.

We reach the alp just at lunch time and endulge in the traditional cordial ("skiing water") and sweet yeast dumpling at the restaurant Soderkaser (really clean toilettes! ;-) and all over very clean and bright). With a full belly the way to Unken should be easier. Using our map it's easy to find the right way, still we sometimes doubt the path, as we're the only hikers here, the only people here seem to be mountainbikers. We enter the forest and follow the dirt road, that's just the right thing for people like me, who suffer from vertigo. The problem is, after some time, the road becomes boring. Nothing changes for kilometres, only some mountainbikers pass from time to time.

After what felt like hours we reach one of the highlights of the tour: the gorge Schwarzberg. It really seems to be impressing, the problem is, that we see one beautyful waterfall and the real gorge would mean a detour. Well, the cable car started at 10:00, lunchtime was at the alp and now we have only managed one third of the route... After the second third of the route we reach the impressive and short Elb-gorge. The problem here is, that the dirt road here is used by many cars and as a hiker we feel jeopardised. We don't feel that those natural jewels are worth the long, long road. We regret that we didn't take the shortcut at the waterfall way.

With tired feet we reach the Camping Steinpass. The host would have fetched us from the way, but as the last bit seemed short we just walked on. The camping features a small horse-stable, which makes it a perfect place for me. The river Saalach is near, too. Only the noisy highway that runs through the valley is a drawback for camping with a tent. One would have to stay at the alp, to avoid this noise.

Cu,
Viki

Montag, 1. September 2014

Auf der Route der Klammen1 - On the route of gorges1

Diesen Urlaub wollte ich gerne wandern gehen, das Prachtexemplar wollte Österreichurlaub, das passte ganz gut zusammen. Es gibt ja viele schöne Wandergegenden in Österreich, nach einigem Überlegen haben wir dann beschlossen, ins Salzburger Saalachtal zu fahren um die Route der Klammen zu bewandern.

Von Graz aus geht es mit dem Zug nach Zell am See, in Zell am See steigen wir in den Bus nach Lofer. Dort haben wir unser erstes Quartier gebucht, so glauben wir zumindest. Nur leider hätte ich via E-mail noch einmal rückbestätigen sollen und so ist das Quartier ausgebucht. Die Gastwirtin ist allerdings dann so nett und ruft in einem nahen Quartier an um uns dort ein Zimmer zu besorgen. Und so landen wir dann ein bisschen "weiter weg vom Ortszentrum"  in einem hübsch gelegenen Haus bei sehr freundlichen Leuten (in der Gegend waren übrigens alle wirklich freundlich, obwohl es hier doch sehr touristisch ist) im Haus Hohenwarter. Beim Aussuchen der Unterkunft habe ich eigentlich darauf geachtet, nicht zu weit vom Ortszentrum entfernt zu wohnen. Was ich dabei nicht beachtet habe, war der Maßstab der Ortskarte. Vor Ort merke ich, dass es egal ist, wo das Haus steht, alles ist rasch zu Fuß zu erreichen. 


We have planned to go hiking in our vacation this year, the splendid fellow wanted to stay in Austria and this is a perfect match. There are so many beautiful hiking locations in Austria that it was hard to decide where to go, but we ended in the county Salzburg, in the Saalach valley, to walk the route of gorges

Comming from Graz we go to Zell am See by train and change there into the bus to Lofer, where we think we have booked a room. But I should have confirmed by E-mail and so the host is surprised to see us, the rooms are not vacant anymore. But the friendly host calls a neighbouring guesthouse and there we find a room. On my map it shows that it's "further from the town centre", but it's a lovely house, the house Hohenwarter, hosted by very friendly people (most people here are really welcoming). When I searched for our room I didn't want to go top far from the town-centre, but I didn't take care of the scale. Being here I recognize that it doesn't matter where the house is located, there is no such thing as "far". 

Zimmer im Haus Hohenwarter, vom Balkon aus
Prachtexemplar im Zimmer
Splendid Fellow in the room


Haus Hohenwarter
Haus Hohenwarter
Ausblick vom Haus Hohenwarter
Balkonblick vom Haus Hohenwarter
View from the Hohenwarter's balcony

Ausblick vom Haus Hohenwarter, Kreuzreifhorn
Blick aufs Kreuzreifhorn
View to the Kreuzreifhorn mountain

Und so machen wir uns am Abend dann auch noch auf in den Ort, wo gerade ein Marktfest stattfindet. In der Fußgängerzone sind Biertische aufgestellt, zwei Burschen spielen zünftige Musik und eine örtliche Boutique veranstaltet eine Modenschau. Wir haben Spaß, auch in der Obersteiermark haben wir solche Veranstaltungen, hier kennen wir zwar niemanden aber es kommt richtig Urlaubsstimmung auf.

Late afternoon we go for a walk into the town, where a town festival takes place. Tables are set in the pedestrian area, two guys are playing folkloristic music and the local boutique presents a fashion show. It's a lot of fun, I know such festivals from my hometown and even without knowing the people around we are in a real holiday-mood.


Marktfest
Loferer Marktfest
Townfestival in Lofer
Modenschau
Modenschau
Fashionshow
Musikanten
Musikanten
Musicians














Am nächsten Tag steht die erste Wanderung an. Das Frühstück im Haus ist wirklich sehr gut und die Menge ideal (wobei wir Nachschlag bekommen hätten, aber wenn nix mehr geht hilft's nix). Zum Frühstück bekommen wir dann auch gleich die Saalachtalcard, die einige Ersparnisse bietet. 

Der erste Wandertag führt uns über einen Rundweg von Lofer über den "Wechsel"  nach Maria Kirchenthal und zurück nach Lofer. Wir machen einen kurzen Abstecher zum Pass Strub und sehen uns dort die Festungsruine an. Wir sind jetzt schon mindestens einen Kilometer "gewandert" und da reißt mich auf einmal ein Krampf im Oberschenkel zusammen. Aber so richtig. Ich schaffe es fast nicht mehr zum nächsten Bankerl, weil der Fuß nicht mag. Soviel also zum Thema Wanderurlaub. Das Prachtexemplar packt die Jause aus (nach dem ersten Kilometer! Das ist mir da total ungut, aber was hilfts...), reicht mir Obst, Schoko und die Wasserflasche und nach zehn Minuten geht's tatsächlich wieder (halbwegs). 

Festungsruine
Pass Strub

Brunnenwasser
Brunnen
Well

Ruinenstiege
Abstieg von der Ruine
Decending the ruins





Dann der nächste Schock. Auf den Wegweisern ist unser gemütlicher Wanderrundweg schwarz markiert. (Anm. für Nicht-wanderer: die Wanderwege sind nach Schwierigkeit in blau = leicht, rot = mittel und schwarz = schwer unterteilt.)

Ich: Du, des gibt's nid, des is der Grimming. Des müssen die Berge da hinten sein.
PE: Ja, da ist ja eh auch was angeschrieben.
Ich: Na, owa des is foisch!
PE: Und der?
Ich: Jetzt gib ma endlich di blede Koatn!

Unser Weg führt uns dann tatsächlich über den Salzburger Steig, mein erster schwarz markierter Weg (ich bin in den Jahren davor schon an blauen Markierungen gescheitert...). Wir gehen los, und der Weg wird auch schmal und eher steil, aber (hinauf) auch für mich, trotz Höhenangst, schaffbar. Einzig einmal müssen wir über einen umgefallenen Baum klettern, dass ist für mich dann eine Herausforderung, weil ich dann rittlings auf dem Stamm sitze und mich nicht mehr recht absteigen traue. Aber ich habe ja ein Prachtexemplar an meiner Seite, das hilft. Das Schwierigste an der Route ist meine fehlende Kondition. Als wir den Wechsel (also den Sattel, unseren höchsten Punkt) erreichen, bin ich wirklich froh, weil viel länger hätte meine Motivation fürs Bergaufgehen nicht unbedingt gereicht. Ich wollte ja eine gemütliche Tour zum Einstand. 

Pause
Am Wechsel
At the highest point
Wallfahrtskirche Maria Kirchental
Maria Kirchental
Nach einer kurzen Pause geht es dann auf die andere Seite hinunter, bei weitem weniger steil, was mir sehr entgegenkommt. Und dann tut sich der Blick auf die Wallfahrtskirche auf. Zwischen den schroffen Bergen eine Oase der Ruhe, der Ort hat etwas Heiliges. Ein paar Meter weiter kann man dann beim Kirchentalwirt einkehren, ein sehr gepflegtes Wirtshaus mit gutem Essen zu moderaten Preisen. Ich kann mir vorstellen, dass hier viele Hochzeiten stattfinden, die Gaststube würde sich eignen und die Kirche daneben, in der dramatischen Landschaft... Hach! 

nach Lofer
durch den Wald
through the forest
Hinunter nehmen wir den hübschen Waldweg der Richtung Lofer führt. Im Tal geht es dann einen kleinen Bach entlang. Mir kommt der bekannt vor und tatsächlich, wir landen bei unserer Pension. Es ist noch nicht sehr spät, die Sonne ist heraussen, also ziehen wir uns flott um und gehen ins Freibad (schließlich ist der Eintritt in der Saalachtalkarte inkludiert). Boah, war ich schon lange nicht mehr in so einem gemütlichen Bad (ja, jetzt kommt das Heimweh nach meinem schönen Ennstal durch: die Bäder in Graz sind eh auch schön, aber halt so groß und unpersönlich. Und das Bergpanorama fehlt.). Es dauert allerdings nicht lange bis Wolken aufziehen und wir wieder zusammenpacken. Wir gehen auf die Suche nach einem Urlaubseis und landen dann noch beim letzten Highlight des Tages, einem Minigolfplatz (der überraschend gut besucht war). Wir pfeifen auf die Regeln und jeder probiert so lange, bis er es ins Ziel schafft. Das ist das erste Mal, dass ich wirklich überall einloche (wenn auch häufig erst nach viiiielen Versuchen)! So macht es erst richtig Spaß! 

Bis bald,
Viki

Bergpanorama
Maria Kirchental
Kirchentalwirt
Kirchentalwirt
On the next day we have planned our first hike. The breakfast in the B&B is tasty and plenty (and we could even have had more). We get our Saalachtal-card, a holiday saver card.

The first hike leads in a loop from Lofer to Maria Kirchental and back again. We decide to take the little detour to Pass Strub. It's the first kilometer and suddenly my leg cramps painfully. I get to the next bench, just so. So much for hiking. The splendid fellow dishes the lunch (after the first kilometer! That's awful, but what can I do...), hands me over fruits, chocolate and water and ten minutes later I'm more or less ok.
Until the next shock. The waymarks tell us that our leisure hiking path is a black marked hike.
(note: hiking paths are labelled in colours according to their difficulty: blue = easy, red = medium and black = difficult.)

I: I don't think that's right. That's more like the Grimming. That must be for the mountains back there.
SF: Yes, I think there is another sign.
I: No, that's the wrong one.
SF: And that sign?
I: Now, hand me that damn map!

The way really leads us on a black route (and I've failed on blue marked ways before...). The path is narrow and rather steep, but even I, suffering from vertigo, can make it. Just once we have to climb over a fallen tree, which is a challange for me as I end up sitting on the trunk and being afraid of going down on either side. But here my splendid fellow is a great help. The hardest challange on the route is my fitness, or the lack of it. Reaching the highest point of the way I'm really glad to have made it, my motivation wouldn't have lasted any longer. I had wanted an easy tour for the first day.

Kaisermantel
Schmetterlinge
Butterflies
Eidechse
Blindschleiche
Slow worm
Kaisermantel
Kaisermantel
Silver-washed fritillary











We have a short break before going on to decent on the other side. Here the way is less steep, which is really important for me. And then the view to the pilgrim church opens. In between the steep mountains, in an oasis of peace, the place is holy. Just a short way off lies the Kirchentalwirt, a neat inn, with good food for a reasonable price. I imagine weddings to take place here, the parlour being so nice and the lovely church next door and all in this dramatic landscape... 


Liegewiese  
Loferer Freibad
Pool in Lofer


Wetterwechsel Lofer
Wolken
Clouds

Abstoß
Minigolffrau
Crazygolfwoman
Einlochen
Minigolfmann
Crazygolfman

The rest of the way leads through the forest, back to Lofer. In the valley we walk along a little stream. I think I recognize it and really, we are just back at our B&B. It's not too late and so we change and go for the pool (the entry is included in the summer card). Wow, it's some time since I've been in such a cozy pool (well, I feel somehow my homesickness for my beautyful enns-valley: the pools in Graz are great, but big and not so much a meeting place. And they lack the mountain view.). But it's not long until the sky becomes dark of clouds and we leave the the pool. We head for a holiday-treat ice-cream and find the last highlight of this day, a crazy golf parcours. We don't stick to the rules but we each try every place until the goal is hit. That's the first time that I hole everywhere (even if it takes sometimes veeeery long)! That's what I call fun!

Cu,
Viki

Kreuzreifhorn Abendstimmung
Abendstimmung
Evening mood