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Montag, 1. September 2014

Auf der Route der Klammen1 - On the route of gorges1

Diesen Urlaub wollte ich gerne wandern gehen, das Prachtexemplar wollte Österreichurlaub, das passte ganz gut zusammen. Es gibt ja viele schöne Wandergegenden in Österreich, nach einigem Überlegen haben wir dann beschlossen, ins Salzburger Saalachtal zu fahren um die Route der Klammen zu bewandern.

Von Graz aus geht es mit dem Zug nach Zell am See, in Zell am See steigen wir in den Bus nach Lofer. Dort haben wir unser erstes Quartier gebucht, so glauben wir zumindest. Nur leider hätte ich via E-mail noch einmal rückbestätigen sollen und so ist das Quartier ausgebucht. Die Gastwirtin ist allerdings dann so nett und ruft in einem nahen Quartier an um uns dort ein Zimmer zu besorgen. Und so landen wir dann ein bisschen "weiter weg vom Ortszentrum"  in einem hübsch gelegenen Haus bei sehr freundlichen Leuten (in der Gegend waren übrigens alle wirklich freundlich, obwohl es hier doch sehr touristisch ist) im Haus Hohenwarter. Beim Aussuchen der Unterkunft habe ich eigentlich darauf geachtet, nicht zu weit vom Ortszentrum entfernt zu wohnen. Was ich dabei nicht beachtet habe, war der Maßstab der Ortskarte. Vor Ort merke ich, dass es egal ist, wo das Haus steht, alles ist rasch zu Fuß zu erreichen. 


We have planned to go hiking in our vacation this year, the splendid fellow wanted to stay in Austria and this is a perfect match. There are so many beautiful hiking locations in Austria that it was hard to decide where to go, but we ended in the county Salzburg, in the Saalach valley, to walk the route of gorges

Comming from Graz we go to Zell am See by train and change there into the bus to Lofer, where we think we have booked a room. But I should have confirmed by E-mail and so the host is surprised to see us, the rooms are not vacant anymore. But the friendly host calls a neighbouring guesthouse and there we find a room. On my map it shows that it's "further from the town centre", but it's a lovely house, the house Hohenwarter, hosted by very friendly people (most people here are really welcoming). When I searched for our room I didn't want to go top far from the town-centre, but I didn't take care of the scale. Being here I recognize that it doesn't matter where the house is located, there is no such thing as "far". 

Zimmer im Haus Hohenwarter, vom Balkon aus
Prachtexemplar im Zimmer
Splendid Fellow in the room


Haus Hohenwarter
Haus Hohenwarter
Ausblick vom Haus Hohenwarter
Balkonblick vom Haus Hohenwarter
View from the Hohenwarter's balcony

Ausblick vom Haus Hohenwarter, Kreuzreifhorn
Blick aufs Kreuzreifhorn
View to the Kreuzreifhorn mountain

Und so machen wir uns am Abend dann auch noch auf in den Ort, wo gerade ein Marktfest stattfindet. In der Fußgängerzone sind Biertische aufgestellt, zwei Burschen spielen zünftige Musik und eine örtliche Boutique veranstaltet eine Modenschau. Wir haben Spaß, auch in der Obersteiermark haben wir solche Veranstaltungen, hier kennen wir zwar niemanden aber es kommt richtig Urlaubsstimmung auf.

Late afternoon we go for a walk into the town, where a town festival takes place. Tables are set in the pedestrian area, two guys are playing folkloristic music and the local boutique presents a fashion show. It's a lot of fun, I know such festivals from my hometown and even without knowing the people around we are in a real holiday-mood.


Marktfest
Loferer Marktfest
Townfestival in Lofer
Modenschau
Modenschau
Fashionshow
Musikanten
Musikanten
Musicians














Am nächsten Tag steht die erste Wanderung an. Das Frühstück im Haus ist wirklich sehr gut und die Menge ideal (wobei wir Nachschlag bekommen hätten, aber wenn nix mehr geht hilft's nix). Zum Frühstück bekommen wir dann auch gleich die Saalachtalcard, die einige Ersparnisse bietet. 

Der erste Wandertag führt uns über einen Rundweg von Lofer über den "Wechsel"  nach Maria Kirchenthal und zurück nach Lofer. Wir machen einen kurzen Abstecher zum Pass Strub und sehen uns dort die Festungsruine an. Wir sind jetzt schon mindestens einen Kilometer "gewandert" und da reißt mich auf einmal ein Krampf im Oberschenkel zusammen. Aber so richtig. Ich schaffe es fast nicht mehr zum nächsten Bankerl, weil der Fuß nicht mag. Soviel also zum Thema Wanderurlaub. Das Prachtexemplar packt die Jause aus (nach dem ersten Kilometer! Das ist mir da total ungut, aber was hilfts...), reicht mir Obst, Schoko und die Wasserflasche und nach zehn Minuten geht's tatsächlich wieder (halbwegs). 

Festungsruine
Pass Strub

Brunnenwasser
Brunnen
Well

Ruinenstiege
Abstieg von der Ruine
Decending the ruins





Dann der nächste Schock. Auf den Wegweisern ist unser gemütlicher Wanderrundweg schwarz markiert. (Anm. für Nicht-wanderer: die Wanderwege sind nach Schwierigkeit in blau = leicht, rot = mittel und schwarz = schwer unterteilt.)

Ich: Du, des gibt's nid, des is der Grimming. Des müssen die Berge da hinten sein.
PE: Ja, da ist ja eh auch was angeschrieben.
Ich: Na, owa des is foisch!
PE: Und der?
Ich: Jetzt gib ma endlich di blede Koatn!

Unser Weg führt uns dann tatsächlich über den Salzburger Steig, mein erster schwarz markierter Weg (ich bin in den Jahren davor schon an blauen Markierungen gescheitert...). Wir gehen los, und der Weg wird auch schmal und eher steil, aber (hinauf) auch für mich, trotz Höhenangst, schaffbar. Einzig einmal müssen wir über einen umgefallenen Baum klettern, dass ist für mich dann eine Herausforderung, weil ich dann rittlings auf dem Stamm sitze und mich nicht mehr recht absteigen traue. Aber ich habe ja ein Prachtexemplar an meiner Seite, das hilft. Das Schwierigste an der Route ist meine fehlende Kondition. Als wir den Wechsel (also den Sattel, unseren höchsten Punkt) erreichen, bin ich wirklich froh, weil viel länger hätte meine Motivation fürs Bergaufgehen nicht unbedingt gereicht. Ich wollte ja eine gemütliche Tour zum Einstand. 

Pause
Am Wechsel
At the highest point
Wallfahrtskirche Maria Kirchental
Maria Kirchental
Nach einer kurzen Pause geht es dann auf die andere Seite hinunter, bei weitem weniger steil, was mir sehr entgegenkommt. Und dann tut sich der Blick auf die Wallfahrtskirche auf. Zwischen den schroffen Bergen eine Oase der Ruhe, der Ort hat etwas Heiliges. Ein paar Meter weiter kann man dann beim Kirchentalwirt einkehren, ein sehr gepflegtes Wirtshaus mit gutem Essen zu moderaten Preisen. Ich kann mir vorstellen, dass hier viele Hochzeiten stattfinden, die Gaststube würde sich eignen und die Kirche daneben, in der dramatischen Landschaft... Hach! 

nach Lofer
durch den Wald
through the forest
Hinunter nehmen wir den hübschen Waldweg der Richtung Lofer führt. Im Tal geht es dann einen kleinen Bach entlang. Mir kommt der bekannt vor und tatsächlich, wir landen bei unserer Pension. Es ist noch nicht sehr spät, die Sonne ist heraussen, also ziehen wir uns flott um und gehen ins Freibad (schließlich ist der Eintritt in der Saalachtalkarte inkludiert). Boah, war ich schon lange nicht mehr in so einem gemütlichen Bad (ja, jetzt kommt das Heimweh nach meinem schönen Ennstal durch: die Bäder in Graz sind eh auch schön, aber halt so groß und unpersönlich. Und das Bergpanorama fehlt.). Es dauert allerdings nicht lange bis Wolken aufziehen und wir wieder zusammenpacken. Wir gehen auf die Suche nach einem Urlaubseis und landen dann noch beim letzten Highlight des Tages, einem Minigolfplatz (der überraschend gut besucht war). Wir pfeifen auf die Regeln und jeder probiert so lange, bis er es ins Ziel schafft. Das ist das erste Mal, dass ich wirklich überall einloche (wenn auch häufig erst nach viiiielen Versuchen)! So macht es erst richtig Spaß! 

Bis bald,
Viki

Bergpanorama
Maria Kirchental
Kirchentalwirt
Kirchentalwirt
On the next day we have planned our first hike. The breakfast in the B&B is tasty and plenty (and we could even have had more). We get our Saalachtal-card, a holiday saver card.

The first hike leads in a loop from Lofer to Maria Kirchental and back again. We decide to take the little detour to Pass Strub. It's the first kilometer and suddenly my leg cramps painfully. I get to the next bench, just so. So much for hiking. The splendid fellow dishes the lunch (after the first kilometer! That's awful, but what can I do...), hands me over fruits, chocolate and water and ten minutes later I'm more or less ok.
Until the next shock. The waymarks tell us that our leisure hiking path is a black marked hike.
(note: hiking paths are labelled in colours according to their difficulty: blue = easy, red = medium and black = difficult.)

I: I don't think that's right. That's more like the Grimming. That must be for the mountains back there.
SF: Yes, I think there is another sign.
I: No, that's the wrong one.
SF: And that sign?
I: Now, hand me that damn map!

The way really leads us on a black route (and I've failed on blue marked ways before...). The path is narrow and rather steep, but even I, suffering from vertigo, can make it. Just once we have to climb over a fallen tree, which is a challange for me as I end up sitting on the trunk and being afraid of going down on either side. But here my splendid fellow is a great help. The hardest challange on the route is my fitness, or the lack of it. Reaching the highest point of the way I'm really glad to have made it, my motivation wouldn't have lasted any longer. I had wanted an easy tour for the first day.

Kaisermantel
Schmetterlinge
Butterflies
Eidechse
Blindschleiche
Slow worm
Kaisermantel
Kaisermantel
Silver-washed fritillary











We have a short break before going on to decent on the other side. Here the way is less steep, which is really important for me. And then the view to the pilgrim church opens. In between the steep mountains, in an oasis of peace, the place is holy. Just a short way off lies the Kirchentalwirt, a neat inn, with good food for a reasonable price. I imagine weddings to take place here, the parlour being so nice and the lovely church next door and all in this dramatic landscape... 


Liegewiese  
Loferer Freibad
Pool in Lofer


Wetterwechsel Lofer
Wolken
Clouds

Abstoß
Minigolffrau
Crazygolfwoman
Einlochen
Minigolfmann
Crazygolfman

The rest of the way leads through the forest, back to Lofer. In the valley we walk along a little stream. I think I recognize it and really, we are just back at our B&B. It's not too late and so we change and go for the pool (the entry is included in the summer card). Wow, it's some time since I've been in such a cozy pool (well, I feel somehow my homesickness for my beautyful enns-valley: the pools in Graz are great, but big and not so much a meeting place. And they lack the mountain view.). But it's not long until the sky becomes dark of clouds and we leave the the pool. We head for a holiday-treat ice-cream and find the last highlight of this day, a crazy golf parcours. We don't stick to the rules but we each try every place until the goal is hit. That's the first time that I hole everywhere (even if it takes sometimes veeeery long)! That's what I call fun!

Cu,
Viki

Kreuzreifhorn Abendstimmung
Abendstimmung
Evening mood

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