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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Grimminghütte - Mount Grimming cabin

Die letzten Tage war es schon recht kalt, der Herbst ist jetzt so richtig da. Ich war diesen Sommer gut ausgelastet, deshalb bin ich leider auch mit dem Blog nicht ganz auf gleich. Trotzdem möchte ich die schönen Sommer- und Frühherbstthemen nicht ganz weglassen. Wer mir auf Instagram folgt hat ja mitbekommen, dass da noch was war. ;-) Und weil es sich gerade so schön ausgeht, habe ich endlich wieder was für Frollein Pfaus Mittwoch.

Grimming
Grimming mit Schwertlilienfeld (foto von 95)
Mount Grimming with iris-field (pic from 95)

Ein Highlight des Sommers war auf jeden Fall die Grimminghütte. Der Grimming ist ja sowas wie der heilige Berg des Ennstals, die umliegenden Ortschaften streiten sich, welcher Blickwinkel der schönste ist (als ehemalige Stainacherin muss ich es wissen, es ist die schöne schroffe Stainacher Ansicht ;-) ). Der Berg galt lange als der höchste der Steiermark, weil er halt auch so schön eindrucksvoll dasteht. Ich bin keine gute Berggeherin, weil nicht schwindelfrei (fit auch nicht, aber das ließe sich ja halbwegs leicht ändern), also war ich noch nicht oben. Aber die Grimminghütte ist eine ganz einfache Wanderung, die schon im Volksschulalter gegangen wird. Der Weg ist mit 1 1/4 Stunden angegeben (früher war's nur eine Stunde, das hat sich anscheinend meiner Fitness angepasst...) und in der Zeit für Weniggeher gut zu schaffen. 

Mutter Tochter
Mit Mama unterwegs
On the way with mum
Nach unserem verregneten Urlaub haben wir dann eine kurze Schönwetterphase genützt, meine Mama eingepackt, und sind zur Grimminghütte hinaufgewandert. Von dort aus sind wir dann noch ein Stückchen Richtung Tressenstein (das ist ein kleiner Minivorberg vom Grimming, eine halbe Stunde Wegzeit von der Grimminghütte weg), bis die großen Regenwolken bedrohlich nahe waren und wir umgedreht sind. 


Dunkle Wolken
Wolkenwand
Dark Clouds
Meine mittlerweile fünfjährige Patentochter (oh mein Gott, wie die Zeit vergeht!) hat jetzt auch schon öfters den Wunsch geäußert, auch zur Grimminghütte zu gehen. Aber die klitzekleine Schwester lässt Frau Z. gerade nicht gerne einen halben Tag ausgehen und zum mitgehen ist das Minifräulein noch zu klein. Herr Z. hat auch nicht so viel Zeit, und da ergibt sich eben die perfekte Gelegenheit, tolle Patentante zu sein. Frau Z. war sich zwar nicht ganz sicher, ob der Weg nicht noch zu weit sei, aber wir haben ausgemacht, dass wir jederzeit umdrehen können. Und dann sind das Prachtexemplar, die Patentochter und ich mit einer kleinen Jause und viel Motivation im Rucksack losgewandert.


Rast
kleine Wegpause
short rest on the path

Los geht's beim Schloss Trautenfels (das Museum bietet das Regenwetterersatzprogramm). Von da aus ist es nicht weit zu den Weiden des Moarhofs der Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Raumberg, die hier Bioschweine, Hühner und Rinder halten. Die Schweine haben es mir besonders angetan, weil leider ist es immer noch etwas besonderes, Schweine im Freilauf zu sehen (Kühe kennt man ja). Diesen neugierigen Tieren kann ich ewig zusehen. Bis hierher ist der Weg auch für die Patentochter spannend.

Kühe
Die neugierigen Kühe
The nosy cattle
Schweinehaufen
Die neugierigen Schweine
The nosy pigs
Weiter geht's über einen Schotterweg und ich merke, die Motivation sinkt. Das Fräulein Z. hat sich den Weg irgendwie spannender vorgestellt. Als ich frage, ob sie umdrehen und heimfahren möchte, erklärt sie mir allerdings, dass sie den Weg auf jeden Fall schaffen wird. Es dauert dann auch nicht lange bis wir den Wald erreichen. Wobei der Wald für das Fräulein Z. jetzt nicht unbedingt außergewöhnlich ist, da sie ja selbst den Wald praktisch vor der Haustüre hat. Aber, hier gibt es Wegmarkierungen. Und ich weiß noch, als ich mit meiner beCaubernden Cousine in der Kindheit hier hinaufgegangen bin, da haben wir immer Markierung gesucht (und ich habe immer verloren, aber was soll's). Also fangen wir das Spiel an. Nach der dritten Markierung erfinde ich die Regel, dass man an der Markierung zusammenwarten muss. (Sonst ist das Kind schon am Grimming, wenn ich bei der Hütte ankomme.) Ungefähr bei der Hälfte wird dann beim Trinkbrunnen eine kleine Pause eingelegt (weil der Brunnen so cool ist). Dann geht es zügig weiter, bis zu den Stiegen, die zur Hütte hinaufführen. Und plötzlich ist das Fräulein Z. müde. "I mog nimma zöhn." (Ich mag nicht mehr zählen) Hoppla. "Schau einmal da rauf." Sie sieht die Hütte, grinst und hüpft die Stiegen rauf. Die Energie ist wieder voll da und reicht auch zum Klettern auf dem kleinen Felsen, der in meiner Kindheit eine Burg war. 

Burgfelsen
Der Kletterfelsen 
The boulder
1987
Zwei Burgfräulein 1987 
Two maidens fair in 1987
Patenkind
Das Fräulein Z. erkundet den Felsen mit dem Prachtexemplar
Miss Z. explores the rock together with the splendid fellow

Auf der Hütte gibt es dann eine Saft, Suppe und Schnitten (das Prachtexemplar bekommt auch einen Teil ab, weil alles zusammen ist doch zuviel), damit die Energie dann auch für's Hinuntergehen reicht. Das Essen schmeckt, was ein großes Kompliment ist (das Kind ist fast so heikel wie ich :-) ) und die Wirtsleute ehrlich kinderfreundlich (und auch sonst freundlich). Ich habe wieder einmal das Gefühl, viel zu selten hier zu sein.

Zurück geht es dann noch flotter, weil da hilft die Schwerkraft. Die Großeltern vom Fräulein Z. holen uns in Trautenfels ab und wir sind stolz wie die Kaiser. Das Fräulein Z. weil es ohne Hilfe bis zur Grimminghütte und (fast ganz) zurückgewandert ist, und ich weil das Fräulein Z. auf eigenen Füßen bis zur Grimminghütte und (fast ganz) zurückgewandert ist. 

Bis bald,
Viki


Grimminghütte
Die Grimminghütte
Mount Grimming cabin

Terrasse
Terasse mit Ausblick
Patio with view
Hüttenschild
Hüttenschild
Signboard of the cabin


It's becoming colder every day now, autumn has arrived. Summer has been loaded with activities and so my blog still lacks some posts. But I don't want to just leave those late summer - early autumn posts be. If you're following me on Instagram, you know that there are some things waiting. And because it's Wednesday already, I send this post to the "I like on Wednesdays" project.

One of the highlights this summer was the cabin on mount Grimming. The Grimming mountain is somehow the holy mountain of the ennsvalley, each community around it claims to have the best view of it (and I, having grown up in Stainach, can tell you that it really is the view from Stainach ;-) ). The mountain was believed to be the highest mountain of the county for a long time, standing there, impressively detached. I am no mountaineer, because of my vertigo (and I'm not so fit, but this could be changed quite easily) and so I've never been on top of it. But the only cabin is not very far up and a really easy walk, that all of us do at the age of primary school, latest. It is stated to be 1,25 hours long (when I was younger the waymark said 1 hour, so it seems they try to keep up with my fitness...) and even unexperienced walkers can make it in that time-period. 

Waldweg
Wegstück im Wald
Path in the forest

After our rainy holidays we used the short sunshine period, took my mum and walked up to the Grimming cabin. From there we went further to Tressenstein (a tiny little peak in front of Grimming, another half hour away from the cabin), but as the rain clouds became darker and came nearer we turned to go back. 

Grimmingwetter
Wetter und Schneereste
Weather and remnants of snow

My now five years old godchild (oh my, how time goes by!) has uttered the wish to walk to the Grimming cabin for some time now. But with her tiny little babysister Mrs. Z. can't take half a day off to walk there, and the minimiss is too little for such a walk. Mr. Z. doesn't have plenty time and so that's the perfect opportunity to be a great godparent. Mrs. Z. is a bit unsure about the way being to long, but we stated that we could turn at any time. And so the splendid fellow, the godchild and I went, carrying a lot of motivation with us. 

We start at the Trautenfels castle (the museum being the perfect rainy weather programm). From there it is not very far to the meadows of the Moarfarm, that belong to the agricultural research centre of Raumberg. Here are the grazing lands of organic cattle, chickens and pigs. For me the pigs are the very special thing here, as sadly, it is still very unusual here to see free range pigs (cattle is frequent). I can spend hours watching those lively animals. And the walk here is still interesting for my godchild.  

Schlafende Schweine
Faule Schweine
Lazy pigs
As the way leads on I notice that the motivation of the little miss Z. is fading. But as I ask her if she wants to go back she tells me, that she will make it all the way up to the cabin. And at least it doesn't take long until we reach the forest. Well, the forest is not necessarily the ultimate adventure for miss Z., as she lives at the edge of a forest herself. But here the way starts and that means there are waymarkers. I can remember when my enChanting Cousin and I were hiking with our families in our childhood, we always watched out for the waymarkers (and I have always been the last to see them). And so I start the game. After the third waymarker I invent a new rule: everybody who sees a waymarker has to wait there for the rest of the group (or else the child is on top of the mountain while I struggle to follow to the cabin...). Having gone have way we stop at a well to drink (that well is so cool). Then we walk on, quite fast, until we reach the stairs that lead to the cabin. And suddenly miss Z. is tired. "I don't want to play that game anymore." she states. As I tell her to look up to where the stairs lead she grins and runs up the stairs. Energy is full back and there's even enough left for climbing the little rock, that was a castle in my childhood imagination. 

markierter Baum
Baummarkierung
Waymarker on tree

Fräulein Z. läuft
Markierungssuchspiel
Find the waymarker



At the cabin we have lemonade, soup and waffles (the splendid fellow eats up what is too much), so that there will be plenty energy for the walk back. The food tastes good, which is a great compliment (the child is as fussy as I am :-) ) and the hosts are really friendly with kids (and everybody else). Once more I have the feeling that I'm here to seldom.

The way back is even quicker, as it goes down. The grandparents of miss Z. take us from Trautenfels and we are all so proud. Miss Z. because she made the whole way up to the Grimming cabin and most of the way back on her own and I because miss Z. made the way up to the Grimming cabin and most of the way back on her own feet.

Cu,
Viki

Wegschild
Zum Weitergehen
The ways lead on



Samstag, 18. Oktober 2014

22 in 222 Tagen Endergebnis - 22 in 222 days results

Am 14. 10. ist mein 22 Dinge in 222 Tagen Projekt nach der Idee von Liv Äpplegrön ausgelaufen. Jetzt ist es allerhöchste Zeit abzurechnen. 

Und wenn ich mir meine Liste so ansehe, muss ich zugeben, meine Ziele waren zu hoch gesteckt. Ein paar wenige Projekte konnte ich durchstreichen, ein paar unterstreichen (heißt, sie sind angefangen), aber die meisten bleiben offen. Aber das eine oder andere Projekt wird sicherlich trotzdem noch fertiggestellt.


     1.       eine Tasche fürs Teleskop vom Prachtexemplar nähen
     2.       einen Pyjama für mich nähen
     3.       Schafe häkeln
     4.       einen Hasen stricken  tja, zwei Beinchen sind ja schon fertig...
     5.       dem Prachtexemplar einen Schal stricken  hmmm, der passt um noch keinen Hals...
     6.       mir ein Nachthemd nähen  :-(   
     7.       einer lieben Freundin einen Loop nähen  :-(
     8.       einen Pouf aus Omas Stoffrestlwolle häkeln  :-(
     9.       das große Bild das in meiner Bibliothek wartet fertigmalen 
               (und erstmals mit Ölfarbe arbeiten)  :-(
     10.     dem Prachtexemplar eine Shorts nähen  :-(
     11.     ein Theaterstück fertigschreiben  naja, noch nicht fertig...


     1.      1-2 Wochen "Dschungel-Diät" machen  äh, Diät? Wer ist das?
     2.      mindestens 2 mal im Monat einen "Beautytag" einlegen (Maske, Peeling, etc.) 
              näh, brauch ich nicht...
     3.      den Wasserfallweg in Schladming gehen  wir waren eh wandern...
     4.      mich mit meinen selten gesehenen Ennstaler Freunden treffen  
              da hatte ich mehr im Sinn...
     5.      mit jedem meiner Patenkinder etwas Besonderes unternehmen 1 2 3  
              da ist einer noch fast zu klein...
     6.      mit Frau Nord "Lohengrin" in der Oper anschauen
              da habe ich eine Ausrede!
     7.      meinen Lieben eine Karte schreiben
   8.     2 mal im Monat am Abend mit meinem Prachtexemplar eine Schreibwerkstatt einteilen
           lag nicht nur an mir...
     9.      mit meinem Prachtexemplar von Stainach nach Graz mit dem Fahrrad fahren
              was dachte ich mir eigentlich, wieviel Zeit wir haben?
     10.    endlich das Hochzeitsalbum machen
              ach, es sind ja jetzt erst, moment, 1, 2, 3, ... na die paar jährchen, das wird schon                       noch...
     11.    endlich Picknicken mit der Familie meiner beCaubernden Cousine
             öhm, ja, es hat geregnet?

Wenn ich ehrlich bin, ich habe nicht unbedingt damit gerechnet, dass ich alles schaffen werde, aber ein bisschen mehr hätte ich mir schon zugetraut. Aber auf die Liste kann ich ja trotzdem auch in Zukunft noch zurückgreifen und immerhin, ein paar Dinge sind erledigt.

Bis bald
Viki


On the 14th my 22 in 222 days project following the idea of Liv Äpplegrön has finished. Now it's high time to resume. 

Taking a look at the list, I must confess that I set my goals to high. There were only a few projects that I could take off my list and only some that I underlined (that means I started to work on them), but most projects stay unfinished. But I'm sure that I will finish some of them some day.

My 11 creativity-projects

     1.       sew a bag for my splendid fellows telescope
     2.       sew myself pyjamas
     3.       crochet sheep
     4.       knit a bunny  well, it has two legs, already...
     5.       knit a scarf for my splendid fellow  won't fit around any neck...
     6.       sew myself a nightgown  :-(
     7.       sew a loop-scarf for a good friend  :-(
     8.       crochet a pouf from my granny's fabric-left-over-wool  :-(
     9.       finish the painting that's waiting in my library (and work with oil-paint for the first                     time)  :-(
     10.     sew shorts for my splendid fellow  :-(
     11.     write a play  well, I didn't finish it...

  My 11 feel-well-projects

     1.     1-2 weeks "jungle-diet"  diet? who's that, diet?
     2.     at least 2 times a month a "beauty day" (mask, peeling, etc.)  ach, I don't need this...
     3.     walk the waterfall-way in Schladming   but we've been walking...
     4.     meet with rarely seen friends from the Ennsvalley   I wanted to see some more
     5.     do something special with every gothchild 1 2 3   well, one of them is still quite little
     6.     see with Ms Nord "Lohengrin" at the opera  I do have an excuse for this one! 
     7.     write a card to dear friends
     8.     write texts 2 times a month, together with my splendid fellow  that's not only my fault
     9.     go by bike from Stainach to Graz with my splendid fellow  how much time did I think                we had?
     10.   eventually make my wedding album  Oh, now, it's just some, ah, 1, 2, 3,... years now,                so what?
     11.   eventually go for picknick with my enChanting cousine's family  aah, it rained?


To be honest, I didn't think that I would finish the list, but I thought it would be more. Well, I can still come back to the list and at least some of the projects are finished.

Cu
Viki

Sonntag, 12. Oktober 2014

Picknick-iso-decke - Picnic-camping-blanket

Ich wollte ja schon lange eine Picknickdecke. Aufgewachsen in einer Gegend in der der Boden nur ganz selten trocken ist gibt es fast nichts praktischeres. Und ich bin irgendwann auf die Idee gekommen, mir selbst eine zu nähen, anstatt eine zu kaufen. Als wir dann Urlaub planten, war für mich die Zeit gekommen, endlich ans Werk zu gehen. 

Da die Decke für den Boden bestimmt ist, will ich nicht allzu viel investieren, zumindest nicht in die Unterseite (es gibt ja so viele schöne wasserabweisende Stoffe...), also hole ich zu den zwei Billigfleecedecken den günstigen aber ganz hübschen Ikeapunktestoff und dabei stolpere ich dann auch noch über den Elchstoff. Davon nehme ich mir genug mit, obwohl er, vom Gewicht her, eher suboptimal ist. Naja, zu Hause wäge ich dann gemeinsam mit dem Prachtexemplar "hübsch" gegen "leicht" ab und wir einigen uns auf "hübsch". 

stoffe
Werkzeug
Tools
Als erstes schneide ich die Außenstoffe auf die Größe einer Fleecedecke zu, dann falte ich die zweite Fleecedecke viermal der Länge nach zusammen und schneide aus beiden Außenstoffen die Größe der übriggebliebenen Fläche aus. Der gefaltete Teil wird später das Kopfteil der Decke sein, dass ich mit einem Reißverschluss an der einfach gefütterten Decke befestige. So kann ich später auch nur einen Teil der Decke mitnehmen oder habe bei Bedarf eine längere Unterlage.

Lagen
Rechts auf Rechts mit Fleece
Outer faces together, with fleece
Ich lege die beiden Außenstoffe rechts auf rechts und darauf die Fleecedecke. Ich nähe an drei Seiten den Rand entlang, eine der kurzen Seiten lasse ich offen. Dann stülpe ich die rechte Seite nach außen und stecke den Reißverschluß so in zwischen die obere und untere eingeschlagene Kante der offenen Seite und nähe ihn fest und weiter den Rand entlang rund um die Decke. Schließlich stecke ich einige Linien quer über die Decke ab und steppe die Schichten zusammen. Das Kopfteil nähe ich gleich, nur steppe ich nicht mehr darüber. 

So ist die Decke eigentlich recht flott genäht. Für unsere Art von Urlaub ist sie ja eigentlich zu schwer, aber der Stoff ist robust, das schadet eigentlich auch nicht. Wir nützen die Decke im Urlaub dann tatsächlich viel, sowohl im Schwimmbad, als auch als Isomatte. Ich mag die Isomattenfunktion besonders, weil die Decke breit genug für zwei Personen ist und wirklich gut dämmt. Trotz Gewicht hat sich das Nähen ausgezahlt.

Bis bald,
Viki

Reißverschluß
Reißverschluß hinein...
Put zip into...
nähen
...und annähen
... and stitch
I've always wanted a picnic blanket (one with a waterproof footprint). Having grown up in a very rainy area that seems to be a very useful thing. And some day I had the idea to sew one instead of buying one. Planing our vacation it was time for me to start.

I don't want to invest too much, as the blanket will lay on the bare ground (even if there are so many wonderful fabrics) and so I go to Ikea, to buy two cheap fleeces, the nice waterproof with the polka dots and a lovely fabric with moose, that seems just perfect, even if it's heavy weight. Well, at home I argue with the splendid fellow about weight and loveliness and loveliness wins. 

First I cut the fabrics to fit the size of the fleece blanket, then I fold the other fleece four times lengthwise and cut the fabrics fitting it. The folded piece will be the head of the blanket, that will be connected with a zip. So I can take just one piece if I want, or connect the pieces and create so one longer one.


steppen
...und steppen
...and quilt
stecken
Linien markieren...
Draw the lines...
I lay the outer fabrics with the outer faces together and put the fleece blanket on one. I sew all together on three sides, leaving one short side open. Then I turn the inside in, put the zip into the opening, stitch it on and sew along the edges, around the whole blanket. Finally I mark some lines across the blanket and quilt the layers together along these lines. I do the same with the "head" of the blanket, only leaving out the quilting.

The blanket is finished quite fast. For our vacation style it's a bit heavy, but the fabrics are tough, which is a bonus. In our trip we really use the blanket a lot, for example at the pool or as isolation mat in the tent. I really enjoy the isolating function, as the blanket is big enough for the two of us. So the sewing paid for it, despite the weight.
Cu, 
Viki

aufgelegt und eingerollt
Fertig!
Finished!
Stoff: Ikea (Lialotta, Älgört, Krakris)
Fabrics: Ikea (Lialotta, Älgört, Krakris)

Samstag, 11. Oktober 2014

Route der Klammen 5 - Route of Gorges 5

Am fünften Tag wachen wir dann zu idyllischem Geplätscher auf. Netterweise ist das Zelt dicht und wir werden erst nass, als wir die Nasen hinaus strecken. Es waschelt. (Anmerkung für Nicht-ösis: so wird hier ein ordentlicher Regenguss genannt, der verspricht, lange auszuhalten) Naja, irgendwie war es ja zu erwarten, bei einem Österreichurlaub, aber mit Klamm-wandern wird so nix, weil die Klammen haben bei dem Wetter geschlossen. Nachdem wir das Wetter mit dem praktischen Smartphone checken und die Ortskundigen nach ihrer Meinung fragen ("jo, des kon a wochn dauan, vielleicht tuats am freitog wieda") packen wir gemütlich zusammen und brechen den Urlaub ab. Die Stimmung ist irgendwie nicht am höchsten Hoch, aber bei dem Wetter ist Wandern halt nicht ideal.

Regen
Regencamp
rainy site

In Zell am See wechseln wir vom Bus in den Zug, wir haben eine Stunde Wartezeit. Ich bin richtig grantig, wegen PMS, wegen Wetter, wegen Urlaubsabbruch, weil das Prachtexemplar keine ultimative Lösung anbieten kann. (Wobei, er schlägt vor auf den Flughafen zu fahren und spontan wohin zu fliegen, was ja an und für sich toll ist, aber da wir keine Reisepässe mithaben und wir bis Graz noch einen Tag brauchen, wäre dann nur eine Übernachtung lang Zeit und das macht mich dann noch grantiger...)

Der Bahnhof in Zell am See liegt ziemlich direkt am See und als ich ein Schiffchen vorbeischippern sehe, kommt MIR dann die ultimative Lösung. (ok, ich geb's zu, da hatte mit der Stimmung sonst niemand eine Chance) Ich lasse den Zug Zug sein (später fährt ja auch noch einer) und beschwingt spaziere ich Richtung See und das Prachtexemplar eilt mir hinterher. Das Boot legt gerade an und mit einer Schar Arabern steigen wir ein. Wir sind halbwegs wetterfest angezogen und die Einzigen, die am Sonnen Regendeck sitzen. Die Rundfahrt ist jetzt nicht megaspannend (Seerundfahrt halt und ich kenne die Fahrt aus meiner Kindheit), aber mir gefällt es und dem Prachtexemplar auch, die Urlaubsstimmung ist wieder da. Ja und bei den vielen arabischen Touristen kommt man dann auch zum Nachdenken. Weil, Zell am See kenne ich tatsächlich nur verregnet, aber dass das einmal so viele Touristen bringt... Da kann man dann den Regen aus anderen Augen sehen. Ist ja irgendwie etwas besonderes, ein Ort mit Regengarantie...

Regendeck
Regendeck
Outside on the ship

Nach der Seerundfahrt fahren wir dann weiter, nach Irdning, von wo aus wir am nächsten Tag in die neue Narzissentherme fahren. Aufgrund des Wetters ist sie voll und wir müssen warten, bis ein paar Leute heimgehen, aber wow, die Therme ist schön. Der Rundumblick ist ein Wahnsinn, mit Dachstein und Loser, kitschiger geht fast nicht (Grimmingtherme in Bad Mitterndorf vielleicht, die hat Grimmingblick ;-) ). Und als wir so im warmen Wasser weichen, reißt die Wolkendecke auf und zeigt ein bisschen blauen Himmel.

Bis bald,
Viki

It's the fifth day and we wake, hearing some idyllic plashing. We're happy that the tent is waterproof and we don't get wet until we stuck out our noses. It is pouring. Well, that's not very unlikely in Austria, but now we can't walk the gorges, as they are closed in bad weather. After checking the weather forecast on our smartphone and asking the locals ("might last a week, maybe it'll be better on friday") we pack and head home. Our mood is not the best, but staying won't be a great idea either.

In Zell am See we change from bus to train and we have an hour waiting time. I'm grumpy, because of PMS, because of the weather, because of going home, because the splendid fellow doesn't come up with a really great idea. (Well, he suggests going to the airport and just fly somewhere, which would be a great idea, if we had our passports with us or if it wouldn't take us a day to go to Graz to pick them up, leaving only one night for going home... so this idea leaves me even grumpier...)

Zeller See
Bootshaus mit größter Lederhose
Boathouse with biggest leather trousers

The railway station in Zell am See is near the lake and as I see a boat coming by, I have an idea (well, maybe I wouldn't have liked anybody else's idea, considering my mood). I leave the train station (there will be another train later on) and walk to the lake shore, the splendid fellow follows. The boat is just arriving and with a bunch of Arabs we enter. We're wairing our rain clothes and the only ones that sit outside. The trip is not the most exciting ever (around the lake, and I've been on the tour sometimes in my childhood), but I still enjoy it and so does the splendid fellow and somehow the holiday feeling comes back. And with so many arabian tourists we start thinking. Well, everytime I've been to Zell am See it was raining, but that this fact would be a tourist attraction... That leads to seeing rain from a different point of view. And somehow it's something special, a town with a garantie for rain...

Uferblick
Regenlandschaft
Rainy landscape

After the trip around the lake we head back to Irdning, where we decide on the next day to visit the new thermal pool in Bad Aussee. Because of the weather there are so many visitors that we have to wait until some people go home, but wow, it is worth the wait. The view is amazing, featuring the most beautiful mountains, like the Dachstein and the Loser (maybe the pool "Grimmingtherme" in Bad Mitterndorf has a similar amazing view, as it has Grimming-view ;-) ). And while soaking in the warm water we see the clouds opening up.

Cu, 
Viki