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Dienstag, 8. Dezember 2015

Instatreffen - Instameeting

Vor kurzem war ich noch einmal in Deutschland, in der Nähe von Frankfurt (ein beruflicher Kurztermin), wobei ich leider so gut wie gar keine Zeit hatte, da ich einen Tag vorher und einen Tag nachher arbeiten musste. Also hat das Prachtexemplar sich auch freigenommen und wir sind Richtung Frankfurt gepandat. Aufgrund der Zeitvorgabe haben wir die Autobahn genommen, die Fahrt war also entsprechend unspektakulär. 
Die Gegend um Frankfurt (in die Stadt sind wir gar nicht hinein) ist dafür sehr schön. Wir haben uns die Zeit genommen und den Kurort Bad Vilbel angesehen. Eine Hauptattraktion ist sicher die Wasserburg, in der im Sommer auch Festspiele aufgeführt werden. Dort gibt es beinahe zahme Bisamratten!!! Mit Nachwuchs!!! So entzückend! 

Bad Vilbel
Bisamratte mit Jungen
Muskrat with offspring
Dann stehen in der Stadt auch noch viele wunderhübsche Fachwerkgebäude. (Man hört an der intensiven Beschreibung ja direkt, wie ordentlich ich meine Sightseeingtour gemacht habe). Ein wenig meiner knapp bemessenen Zeit habe ich auch einem Stoffladen opfern müssen, dem Knopfloch. Klein, aber mit toller Auswahl. Das hat mich dann dafür entschädigt, dass wir keine Zeit hatten, zum Königskind zu fahren, was nicht mehr sooo weit gewesen wäre. 
Aber mein absolutes Highlight war, dass ich in der Nähe auch eine gute Instagramfreundin wusste. Und sie hat sich tatsächlich die Zeit genommen und ist mir entgegengekommen! Das war Hammer! Ich hatte das Prachtexemplar alleine gelassen und war bei meinem Termin und als ich zurückkomme sehe ich ihn schon ratschen, mit Frau und Hund, wie ich sie vom Foto kenne. Im Vorfeld war ich ja nicht ganz sicher, ob es nicht vielleicht komisch wäre, man kennt sich ja nur übers Internet und vielleicht hält sie einen ja für recht sonderbar und wunderlich, aber es hat so gut gepasst! Für mich war es, als ob ich eine alte Freundin wieder getroffen hätte, die ich halt in letzter Zeit nur online erreicht habe. Umso mehr tat es mir leid, dass ich nicht noch einen Tag länger bleiben konnte. Aber eine weitere Reise nach Hessen ist ja nicht ausgeschlossen und vielleicht verschlägt es sie ja auch einmal in unser schönes Österreich. 

Bis bald,
Viki

Bad Vilbel
Rathaus
Town Hall

Some days ago I went to Germany again (a shorttrip for the job), just near to Frankfurt. Sadly I didn't have plenty time, as I had to work the days before and after. So my splendid fellow did take his day off and we went do Frankfurt with our Panda. Because of the lack of time we went on the Motorway and didn't see a lot. 
The region around Frankfurt is really nice (we didn't go into the city). We took the time we had and went into the bathtown Bad Vilbel. One of the main attractions there is the old water castle that features theatre and opera festivals in summer. There are some fearless muskrats!!! With kids!!! So lovely!

Bad Vilbel
Hinterglasbrunnen
Captured water
Then there are those old beautiful timber framed houses. (Well, you can hear the time I took for my sightseeing tour through this detailed description...). Some of my time I had to spend in a store for fabrics, the Knopfloch (buttonhole). A small store, but with a great selection of fabrics. That made up for not having time to go to visit the Königskind store, which wouldn't have been that far.
But my personal highlight was, that I knew that a long-term instagramfriend lived somewhere near. And she really took the time to come here! That was so great! 
I've left the splendid fellow on his own, as I went to my meeting and when I came back I saw him chatting with the woman and the dog, just as I knew them from the pictures. Before I hadn't been sure if it would be funny, as we've known each other just via Internet and maybe she would think I'm quirky and weird, but everything was great! For me it was like meeting an old friend, just that the contact had only been online for a while. All the more I was sad that I had to leave so soon. But there is a chance that I will travel to Hessen in Germany again and maybe she wants to come and see our beautyful Austria one day.

Cu
Viki



Donnerstag, 12. November 2015

Wieder da - Back again

Der letzte Post im April... Ja, lang ist's her. Und es war ja nicht so, als ob mir die Themen ausgegangen wären, im Gegenteil. Aber ich habe in Deutschland gearbeitet, hatte dort eine wirklich schöne Zeit, aber leider echt schlechtes Internet (wer mir auf Instagram folgt hat meine Sudereien auch mitbekommen). Und dann war der Flow weg. Kennt Ihr das? Das Prachtexemplar nennt es "hohe Aktivierungsenergie". Mir geht es bei vielem so. Ein toller Stoff, das dazugehörige Schnittmuster - nichts passiert. Bis ich rundherum alles so habe, wie ich es brauche und mir einen Tritt in den Hintern gebe. Und dann passt's und macht Spaß und alles ist easy. Aber bis dahin... Und so ähnlich war es jetzt mit dem Blog. Natürlich waren ein paar driftige Gründe für meine Absenz dabei, aber eigentlich waren die allerspätestens im September aufgebraucht. Ab da war es nur noch die "hohe Aktivierungsenergie". Umso höher, als ich den Blog auch weiter in Deutsch und Englisch führen möchte. Die Frau Z. hat zwar gemeint, ihr wäre lieber ich schriebe und würde halt auf Englisch verzichten, und damit hat sie vermutlich auch recht, aber, unabhängig davon ob jemand die Englische Version liest oder nicht, für mich ist sie eine gute Übung. Deshalb bleibt sie. 
Eine weitere Überlegung war jetzt für mich, ob ich dem Blog mehr Struktur geben sollte. Weil es gibt so tolle Nähblogs und so tolle Reiseblogs, etc. Aber das wäre dann nicht ich, das kann ich nicht und ich will es auch nicht. Eigentlich bin ich mit meinem Blog ganz glücklich, nur die Lücken sind halt groß. 
Dieser Eintrag soll jetzt vorrangig dazu dienen, die Aktivierungsenergie für den nächsten Eintrag niedriger zu halten. Wie bei einem Kachelofen. Und ich merke auch, es wird schon heimeliger.
Also, nächstes mal wieder schneller,
bis bald,
Viki

Gut Immling
Bei der Suche nach meinem Arbeitsplatz... (Opernfestival Gut Immling)
Trying to find the way to my workplace... (opera festival at Immling manor)

The last post was in April... Well, that's some time. But not because of the lack of topics, there were plenty. But I've been working in Germany and had a good time there, but I also had a very poor Internet connection (my Instagram followers might remember my moaning). And then I lacked my writing flow. Do you know that feeling? The best fellow calls that a "high activation energy". I have that a lot. A lovely fabric, the perfect pattern - and nothing. Until everything else is perfect, I have all that I need and I kick my own ass. Then everything is okay and it's fun and everything is easy. But until that... And that was the thing with the blog. Of course I had some good reasons for my absence, too, but those counted latest till September. From then on it was only "high activation energy". Even higher, as I chose to write in German and English. Mrs. Z said that she would prefer me to write at least German and skip the English, so that she could read anything, and she might be right there, but, ignoring the possibility that the English part is read at all, for myself it is a good practice. And therefore I keep it. 
Another thought for me was the structure of my blog. There are so many great crafting blogs, or travelling blogs, etc. But that's not me and I know I couldn't keep the structure up and I wouldn't want to. Well, all in all I'm quite happy with my blog, just the gaps shouldn't be so wide.
This entry now should mainly help to lower the activation energy for the next entry. Just like with a stove. And I'm feeling more comfortable already.
So, next time sooner,
cu,
Viki 

Montag, 20. April 2015

Reisetasche - Holiday Bag

Ich war jetzt eine Zeitlang unterwegs, darum auch vom Blog fern. Fürs Unterwegssein wollte ich mir eine Tasche nähen, weil ich eh mit dem Auto weg war und ich so mehr mitnehmen konnte als meinen üblichen Rucksack. Die Auswahl an E-books für Reisetaschen ist ja halbwegs groß, aber bei der Google-Bildersuche ist mir dann immer wieder ein Modell in den verschiedensten Ausführungen ins Auge gestochen. Da war dann sogar das E-book erhältlich und nach längerem Stoffaussuchen habe ich mir eine little holiday bag nach ki-ba-doo genäht. 

Die Stoffauswahl ist dann irgendwie sehr Mädchenhaft rosa-lila-geblümt geworden, irgendwie bin ich vor mir selbst erschrocken. Trotzdem gefällt mir die Tasche und es hat einiges Platz darin (aber natürlich nicht genug, sie hat schließlich Handgepäcksgröße und fasst keine 200 liter...). 

Den Boden und die Henkel habe ich aus Leder gemacht, da war ich mir erst nicht sicher, weil Leder ja doch auch seinen Preis hat und halt die Maschine damit ein wenig zu kämpfen hat, aber ich glaube, es war eine gute Entscheidung, schließlich soll die Tasche ja was aushalten. 

Eingepackt habe ich dann viel Wolle (man weiß ja nie, wieviel man zum Stricken kommt). Und angekommen am Zielort Bad Endorf habe ich dann mein Zimmer bezogen (das Themenzimmer "Dornröschen" im Endorfer Hof) war meine Tasche sofort im Zimmer integriert. Vermutlich hatte ich eine Art Vorahnung, was die Stoffauswahl betraf. Aber ich habe es geschafft und sie doch noch zwischen all den rosa Blümchenstoffen wiedergefunden und mitnachhause genommen.

Bis bald,
Viki


nähen
Beim Nähen
Sewing it
Details
Verschwommene Details
Blurred details

I've been away for some time, that's why I didn't wright. And for my trip I wanted to sew myself a bag, as I ent with the car and could take more things than I'm used to with my ordinary backbag. There are plenty e-books for travel-bags, but searching google pictures I liked one bag in diverse styles. There was an e-book available and so, after finding the fabrics of my liking, I sewed my own little holiday bag after ki-ba-doo

I realized that my fabrics were totally girly pink-lilac-flowery, I'm a bit shocked by myself. But still, I like the bag and there is plenty space in it (well, not enough, as it's hand-luggage sized and not a 200 litres bag...).

I've chosen to use leather for the bottom, even if I wasn't sure at first, considering the price and that the sewing machine would need to work hard. But I think it's okay, as it gives the bag some extra strength and durability.

Then I've packed a lot of wool into the bag (you never know how much time there is to knit). And when I came to my hotel room (themed "The sleeping beauty" in the hotel Endorfer Hof) my bag immersed into the room. Maybe I had kind of a foresight when choosing the fabrics. But in the end I found my bag between all the pink flowery accessoires and could take it back home.

Cu,
Viki

im Hotel
Gut Integriert
Nicely integrated
Schnitt: little holiday bag von ki-ba-doo
Stoff: Baumwolle und Wachsstoff von Greengate, Leder
Pattern: little holiday bag by ki-ba-doo
Fabrics: cotton and waxcloth by Greengate, Leather


Freitag, 20. März 2015

Punsch-Mohn-Torte - Punch-Poppy-Cake

Das Prachtexemplar ist wieder ein Jahr älter geworden und dazu gab's Torte. Meine Torten sind ja meistens eher Unfälle, trotzdem habe ich versucht den Wünschen gerecht zu werden. Es sollte ein großes Mohn-Punschkrapferl werden. Ich selbst würde mir die Torte ja nicht zum Geburtstag wünschen, weil Mohntorte ist zwar eh ganz gut, aber da kommt auf meiner Liste doch einiges vorher. Und bei der hier war die Rumflasche glatt ein bisschen zu locker in der Hand. Aber dem Prachtexemplar hat's super geschmeckt, deshalb teile ich jetzt das Rezept. 

angeschnitten
Dem Prachtexemplar hat's geschmeckt ;-)
The splendid fellow liked it ;-)

Vorsicht, bei mir kam die Springform vor der Backerfahrung und deshalb habe ich eine eher große (außer natürlich es kommt viel Besuch, oder man feiert im Kreise einer großen Familie, aber gemessen an den meisten Rezepten, viel zu groß). Dieses Rezept ist für eine 26cm Springform passend, bei einer anderen Größe das Rezept entsprechend anpassen.

Punsch-Mohn-Torte

10 Eier
360 gr Zucker
200 ml Wasser
320 gr Mehl
80 gr Stärke
200 gr Mohn
Backpulver
200 gr Marmelade (ich habe selbstgemachte Marillen-Pfirsich genommen)
100 ml Orangensaft (ich habe frisch gepressten Blutorangensaft genommen)
300 gr Schokolade (ich habe 2,5 Zotter - Kuvertüren genommen)
100 ml Rum
300 gr Staubzucker
5 EL Blutorangensaft
3 EL Rum

Brösel
Zerbröseln
Crumble
Das Eiklar zu Schnee schlagen. Dotter mit Zucker und Wasser schaumig rühren, Mehl, Backpulver, Stärke und Mohn dazumischen, dann den Schnee unterheben und bei mittlerer Hitze ungefähr eine dreiviertel Stunde backen.

Fülle
Tortengatsch
Cakemud
Die Torte horizontal dritteln, den Mittelteil herausnehmen (also Boden und Deckel bleiben). Den Mittelteil zerbröseln, mit dem Orangensaft und Rum tränken (Guten Rum!!! und eventuell ein bisschen weniger ;-) ) und einziehen lassen. Derweil die Schokolade schmelzen und dann Schoki und Marmelade zu dem Kuchengatsch mischen. Den Gatsch dann auf den Biskuitboden streichen und den Deckel drauf. 
Glasur
Saft zum Zucker
Juice to the sugar
Für die Glasur den Rum und den Blutorangensaft (der gibt wirklich die Hammer-Punschkrapfen-Farbe!) mit dem Staubzucker mischen und die Glasur über die Torte gießen. Dann eher kühl stellen, bis die Glasur fest ist, fertig.

Viel Spaß beim Nachmachen, 
bis bald,
Viki

begießen
Glasur
Icing

The splendid fellow has grown another year older and so I made a cake. My homemade cakes look more like they've been in an accident, but anyways, I've tried to follow the fellows wishes. He wanted a Punch-Poppy-Cake. I wouldn't ask for such cake on my birthday, as I'm not so fond of poppy-cake and this one did definitly drink too much rum for my taste. But the splendid fellow loved it, so I give you the recipy.

glasiert
Trocknen lassen
Let it harden
Take care, I've bought my springform before baking a lot and that's why it's rather big (if you don't feed a big family or have plenty guests, but most recipies tell me it's too big). So, if you don't own a 26cm springform, make sure to adjust the recipy.
Punch-Poppy-Cake

10 Eggs
360 gr Sugar
200 ml Water
320 gr Flour
80 gr Starch
200 gr Poppy seeds
Baking powder
200 gr Jam (I took selfmade apricot-peach-jam)
100 ml Orange juice (I took freshly squeezed Bloodorange)
300 gr Chocolate (I took 2,5 bars of Zotter Couverture)
100 ml Rum
300 gr powdered sugar
5 TS blood-orange juice
3 TS Rum

First beat the egg whites. Then beat the yokes with sugar and water and add the flour, baking powder , starch and the poppy-seeds, add the beaten whites and bake at medium heat for about 3/4s of an hour. 

zusammengebaut
Die Schichten
The Layers
Cut the cake horizontaly into three pieces and take out the middle part (so that there are a case and a lid). Crumble the middle part and add the orange juice and the rum (good rum!!! and maybe not that much ;-) ). While it feeds in you can melt the chocolate and then you add the chocolate and the jam to the "cakemud". Put the "cakemud" onto the case and put the lid on.

glasurfarbe
Punschkrapferlpink
Punchcakepink
For the icing you add the rum and the blood-orange-juice (that really gives you the original punchcake-pink!) to the powdered sugar and put the icing on the cake. Let it wait somewhere cool until the icing hardens, finished.

Happy baking,
cu,
Viki

Geburtstagstisch
Der gedeckte Geburtstagstisch
The set birthdaytable

Donnerstag, 26. Februar 2015

Geschirrspüler - Dish Washer

Ich weiß ja nicht wie es Euch damit geht, aber ich bin keine passionierte Abwäscherin. Meine Mutter sagt immer, sie macht das nicht ungern und man hört von manchen, diese Tätigkeit sei "meditativ", aber meine Leidenschaften liegen woanders. Liegt vielleicht auch daran, dass meine Haut da sehr empfindlich ist und ich in meiner Anfangszeit in Graz gerade einmal ein Lavour für den Abwasch hatte (also nicht einmal ein ordentliches Abwaschbecken, tja, das waren noch Zeiten...). Und ich habe langjährige Erfahrung, ich habe sogar einmal beim Bauernbundball als Abwäscherin gearbeitet (und da ist echt viel los). Auf jeden Fall ist mein Prachtexemplar eben auch deshalb prächtig, weil er sich meist um die Handwäsche kümmert (ja, ich brauche dieses doofe goldrandgeschirrspülfeindliche hübsche Geschirrzeugs). Ansonsten ist mein bester Freund der Geschirrspüler. Leider ist das Grazer Wasser nicht so sonderlich gerätefreundlich (hart wie Schwarzeneggers Muckis) und anscheinend habe ich ihn dann auch noch überstrapaziert. 

Und dann stehe ich da, mitten in Geschirrbergen und die Maschine knurrt nur kurz und legt sich dann wieder friedlich schnurrend schlafen. Ich klopfe noch kurz an die Türe, es hilft nichts. Als ich dem Prachtexemplar aufgelöst von dem schnöden Verrat berichte schmeißt er sich in seine Heimwerkerkluft und gibt sein Bestes und, gerade als ich einen anrüchigen Installateursspruch loslassen will, er schüttelt den Kopf und meint mitfühlend "Es tut mir leid." 
Ich schaffe es und reiße mich zusammen. Nur im Gedanken bin ich gerade auf den Knien, die Fäuste gen Himmel gereckt und rufe laut "Neeeeeiiiiiin!!!".
Es war mein dritter Geschirrspüler in zehn Jahren. Wobei, der erste Neue. Also, die anderen waren gebraucht geschenkt. Aber trotzdem, irgendwie fühlt es sich so nach "das ist ja sowieso umsonst" an. Und die vielen Stufen, ohne Lift... 

Während dann hinter mir das Geschirr klappert und mein Prachtexemplar wie ein Böser abwäscht werfe ich das Internet an und durchforste die Geschirrspülerwelten. Alles was mir gefällt ist irgendwie außerhalb meiner Preisklasse und alles andere dann die wenigeren Euro für mich nicht wert (drei Maschinen in zehn Jahren, das macht was mit einem). Also wird's nix mit einem freistehenden Gerät, ein Einbaugerät gibt's günstiger. 

Mit ein bisschen Suchen haben das Prachtexemplar und ich dann ein Gerät von Smeg gefunden, ein Vorjahresmodell zum erschwinglichen Preis. Die Rezensionen für die Geräte der Marke sind zwar spärlich, aber top. Kühlschrank habe ich in hübsch und bin sehr zufrieden, Geschirrspüler gäbe es in hübsch, aber halt teuer. Aber Einbaugeräte haben nicht nur den Preisvorteil, man kann auch selbst gestalten. Wir haben ja keine gut geplante, durchgestylte Küche, sondern einen Kreativmix aus "war schon hier", von Omas alter Küche übrig, ein paar Kastln hier, ein paar Kastln da, alte Jugendzimmereinrichtungen dazu und dafür dann ein zwei kultige Teile mittendrin (groß ist sie dafür, die Küche). Das heißt, ich kann als Abdeckung nehmen was ich will!

Schleifen
schleifen
grinding



Schneiden
sägen
sawing



Tja. glaubt man. Und dann geht man schauen, wegen Fronten. Halbwegs unzufrieden mit der Auswahl hätte ich mich bereits für eine knallrote Front entschieden (ausnahmsweise nicht IKEA, weil da die Höhen der Küche nicht mehr zusammenpassen und lackiertes Sperrholz abschneiden wird nicht gut), da heißt's dann, ja, also, bestellen könnten wir das schon alleine auch, also, wirklich nur die Front, aha, ja, so in 6 - 8 Wochen wäre die dann da. Aha. Ja. Nein, danke auch. Ich bin IKEA-verwöhnt, ich möchte gleich oder gar nicht, und schon gar nicht doof angeschaut werden weil es nur eine Front ist. Kauf ich halt nix, selber schuld (Ich weiß jetzt gar nicht, wieviel das Teil gekostet hätte, das hat mir der nette Verkäufer gar nicht gesagt). Und ist das nicht eigentlich nur eine glatte Platte?`Sowas gibt's doch auch in Holz, beim Baumarkt. Und die könnte ich anmalen, und überhaupt...

Schablone
Schablone
Tamplate
Bohren
Bohren
drilling
Während ich laut vor mich hin denke führt mich das Prachtexemplar dann von dem pikiert dreinblickenden Küchenverkäufer weg und wir flitzen zum Baumarkt. Dort gibt es dann eine kleine Auswahl an Holzplatten in (fast) der richtigen Größe. Wir entscheiden uns für Akazie. Die Farbe gefällt mir so gut, dass ich sie vorerst einmal nicht anmalen will. Zuhause kürze ich das Brett mit der Stichsäge, schleife die Kanten ab und befestige die Einhängevorrichtung des Geschirrspülers nach Schablone. 

Gürtel
der Gürtel der zum Griff wird
the belt, before becoming a handle
Als Griff wollte ich eigentlich einen hübschen Porzellangriff, die habe ich dann allerdings nur als Knöpfe gefunden, das erschien mir unpraktisch. Zum unbemalten Holz passt aber eh rustikaleres, also nehme ich mir einen alten Ledergürtel und schneide ein entsprechend großes Stück heraus (getragen hätte ich den nicht mehr, der war schon so kaputt). Mit der Ahle meines Schweizer Messers steche ich Löcher in den Gürtelteil. Durch diese Löcher ziehe ich die eigentlichen Griffe und so habe ich dann endlich meine besondere Geschirrspülertür. Und sie passt gut zu meiner übrigen Küche. (ja, ok, das war nicht so schwer...) Weil diese tolle Front ein Eigenbau ist, stelle ich sie auch zu RUMS.

Ach ja, bisweilen bin ich mit dem Geschirrspüler sehr zufrieden, er ist leise und das Geschirr wird sauber. Und er funktioniert. 

Bis bald, Viki
  
fertiger Türgriff
fertiger Türgriff
finished handle

in der Patchworkküche
in der Patchworkküche
in my patchwork-kitchen

Smeg Design
Dunkeldegu meets Smeg ;-)

I don't know how you feel about doing your washing up, but I'm not passionate about it. My mum says it's quite okay to do it and some people tell me that it's like meditating, but it's not my hobby. Maybe that's because my skin is easily irritated, or because when I first came to graz I had to do my washing up in a simple bowl, not having an ordinary kitchen sink (what times they were...). And I'm really adept at it, I've even worked as dishwasher at the farmer's association ball (hosting some thousands of visitors). Anyways, one reason I call the splendid fellow splendid is, that he does most of the hand washing (and yes, I need all those golden crested not dish washer proof but beautyful dishes). And for the rest I have my best friend, Mr. Dishwasher. But the water in Graz is not the best for devices (hard as Schwarzenegger's muscles) and it seems that I did use it too much.

And suddenly I stand there, in between a heap of unwashed dishes and my dishwasher gnarls at me and falls asleep, with a silent purr. I knock at the door, but that doesn't help. Upset, I report it to the splendid fellow, who changes into his handyman clothes and gives his best. I'm thinking about some kinky handyman flirt as he turns to me, shakes his head and tells me "I'm sorry."
I pull myself together and just in my head I fall to my knees, raise my fists and cry to heaven "Noooooo!!!". 
It's been my third dishwasher in only ten years time. Well, the first new one. The others had been used ones, that we got for free. But still, for me it feels like, "there's no use in it". And then there are the many stairs, no elevator...

While the splendid fellow does wash all the dishes I go to search the internet for a new dishwasher. But the ones I like are not my prize and the others seem to be to expensive for what I would get (Well, three in ten years, you would be picky, too). So, no free-standing device for me, the built-in ones are cheaper.

After a bit of research the splendid fellow and I have found a Smeg product, a last years model for a reasonable price. There are only few reviews for this brand, but those are good. I have a beautyful fridge from Smeg and I love it. There are dish washers in the same lovely design, but they are expensive. And the built-in products are not only good value, but I can design them to my wishes. We don't have a nicely planned stylish kitchen, but a creative mix of "has been here at the beginning", "what was left of my granny's kitchen", some old cupboards here, different cupboards there, our youth rooms interiour and one or two iconic items (well, at least the kitchen is big). So I can choose whatever cover I want for the dish washer. 

Or at least I could. But then I go to find a front-cover. Quite disappointed with the choice I go for a bright red (this time not IKEA, as the height of the front won't go with my kitchen and cutting off the painted ply is not promising). Then I hear: well, ok, we could order the front only, maybe, so, just the front, ok, well then, in about 6 - 8 weeks it would be here. Okay. Well. No, thank you. I'm IKEA-spoiled, I want it now and I don't want to be looked upon for only ordering one piece and not the whole kitchen. I don't buy anything then, their loss (and I don't even know how much it would have been, the assistent didn't tell me). So, the thing I need, isn't this just a plain panel? There are wooden ones in the hardware stores. And I could paint it and ...

While I'm thinking loudly the splendid fellow leads me away from the piqued looking sales assistent and we head to the hardware store. They have a small supply of wooden panels in (nearly) the right size. We take mimosa tree. I like the colour and decide not to paint it. At home I shorten the panel with my jigsaw, smooth the edges and attach the holders for the dishwasher, following the template.
As a handle I wanted to have a nicely coloured porcelain one, but I found only knobs and thought them not handy. But for the unpainted wood something more rustic would fit quite nice and so I took an old leatherbelt of mine and cut a fitting piece out of it (i wouldn't have worn it anymore, it was broken already). With my swiss knife's awl I cut holes into the leather where I want the knobs to be. That's my personal door handle now. And it looks great in my kitchen (which wasn't sooo hard...). And because I made it myself I show it at RUMS.

And by the way, I'm very content with the dishwasher, it is silent and the dishes come out nice and clean. It does what it should.

Cu, Viki

fertig eingebaut
fertig für die erste Runde
ready for the first run

Donnerstag, 5. Februar 2015

Geekalong

Ich mag ja Instagram. Da findet man so viele hübsche Bildlein. Und im letzten Jahr bin ich da über so Stricksachen-klicks dann bei einem "Geek-a-long" gelandet. Da haben sich zwei Amerikanerinnen bemüht, zu diversen Themen (Fantasy, Serien, etc., alles ein bisschen nerdig) hübsche Strickquadrate zu entwerfen und haben die Muster dann auch online gestellt. Boah, so eine Decke brauch ich auch! Jetzt sind die beiden Mädels so lieb und stellen auch heuer wieder jeden Sonntag ein Quadrat zum Mitstricken ins Netz! Das freut mich und einige andere sehr und die Nadeln laufen heiß. So heiß, das der Vorsatz, mir eine 365 Tage Quilt zu nähen dieses Jahr nix werden wird. Aber macht nichts, kann ja noch werden.

Tesla
Den Anfang macht eine Tesla-Spule
It starts with a Tesla-coil


Scully
Erinnerungen an die X-Akten:
Dana Scully
Throwback to the X-files:
Dana Scully























Was mich besonders freut, ich habe so mit der Frau Nord geratscht und sie ist auch über die lustigen Bilder gestolpert. Da sind dann die Diskussionen, welche Wolle, welche Nadel, welche Bilder, welche Fehler natürlich gleich viel lustiger. Und das Beste, auch die Frau Z. ist auf den Geschmack gekommen! Nur dass sie nicht strickt, sondern häkelt. Gegenseitige Motivation ist vorprogrammiert und noch sind wir alle mit Eifer dabei.

Meine Wollentscheidung deckt sich mit der von Frau Nord (Farbauswahl, Gewicht, Wohlfühlfaktor, alles hat für uns gestimmt), wir nehmen die DropsAlpaca, eine feine Alpacawolle, und stricken mit einer 3er Nadel. 

Gestrickt wird im Doubleface. Also, ich kannte das vorher nicht, bzw. dachte ich, dafür brauchts mindestens eine Maschine. Aber das Internet ist lieb und nach diversen Videoanleitungen und vielen weggeschmissenen Nerven habe ich jetzt soweit den Dreh raus, dass es sogar Spaß macht. Man sieht auch durchaus bei meinem ersten Viereck, dass ich die Technik nicht sofort kapiert habe... Ich hab's nicht mehr aufgetrennt, es dürfen Fehler in meine Decke. Weil es ja auch irgendwie schön ist, den Entwicklungsprozess zu sehen und es motiviert, weil's besser wird. 

Wenn man so ein lustiges Bild in der Öffentlichkeit (respektive Arbeitspause) strickt, sind doch auch einige Leute interessiert. Ich finde es sehr spannend, dass häufig so eine halb enttäuschte, halb schockierte Reaktion stattfindet, wenn man dann sagt, dass die Decke nicht für den jeweiligen Gesprächspartner, sondern für einen selbst sein wird. Es scheint, als stünde irgendwo ein unsichtbares Gesetz, dass man Strickware wenigstens verkaufen muss, wenn man sie nicht schon verschenkt... Aber diese Quadrate sind, jedes Einzelne, ganz egoistisch, für mich (und ein bisschen fürs Prachtexemplar, wenn gewaschen und gefönt und ganz lieb...;-) )! Darum geht's jetzt auch zu RUMS.

Tesla
Fertig, mit Anfangsschwierigkeiten und *hüstel* kleinen Fehlern
Finished with some problems at the beginning and *cough* minor mistakes

Und weil's für mich ist, darf ich auch aussuchen was auf die Decke kommt. Weil dieses Jahr ist das Thema Wissenschaftler und ich kenne da doch nicht alle dargestellten Charaktere (viele sind ja fiktional, aus Serien von denen ich noch nie gehört habe). Aber ich wollte ja sowieso einige Rechtecke vom letzten Jahr dazunehmen, also passt das ganz gut. Im Moment bin ich gerade bei "20000 Meilen unter dem Meer" vom letzten Jahr, die Größe muss allerdings angepasst werden und so habe ich einfach das Muster erweitert (ja - NOCH mehr Spaß!). Wenn ich so fleißig weitermache, dann kann ich schon bald meine Füße zudecken... 

Ich bin auf jeden Fall gespannt wie sich die Decken so entwickeln und geh jetzt dann schnell wieder stricken!

Bis bald,
Viki

Akte X
Scully wurde schon viel besser, allerdings bin ich mir mit der Farbauswahl nicht mehr ganz sicher...
Scully is much better, but I'm not sure about the colours anymore...

I like Instagram. I can find so many lovely Pictures there. And last year, after clicking from knitting-pic to knitting-pic I landed at a "Geek-a-long". Two americans put a lot of effort on designing and publishing knitting patterns on various nerdy themes. Woah, I need such an afghan! Now, that girls are the best and decided to continue this year to publish every Sunday another square to knit along! That is great for me and many others and so the needles run hot. So hot, that I won't do the 365 days Quilt this year. Maybe next.

What I like most is, that while chatting with Ms Nord I found out, that she found just the same pictures and wanted to join the geek-a-long as well. So the discussion on perfect wool, needle, pictures and drawbacks is much more fun. And the best thing, even Mrs. Z. joined! But she isn't knitting, she crotchets. That's a big motivation for all of us.

I use the same wool as Ms Nord (the colour-chart, weight, cosyness was just right), we knit with a DropsAlpaca, a thin Alpaca wool, using needle size 3 (Europe).

The technique used is called doubleface. I didn't know this technique before and thought for something like that some kind of mashine is used. But the Internet is a good friend of mine and provided some video instructions and so, after a lot of cursing, I finally got the hang of it. And now it's even fun! At my first square one can see that I didn't understand the technique at first. But I didn't unravel, I think it's even nice to have such mistakes in the finished afghan, as they tell a story. And I find it motivating to see that the squares improve.

20000 Meilen unter dem Meer
In Arbeit: das erweiterte "20000 Meilen unter dem Meer"-Rechteck
In progress: the extanded "20000 leagues under the sea"-square


Knitting in public (or better, at the break in work) draws some interest. Personally I find it interesting, how people react when I tell them, that I knit that afghan for myself and not for them (it ranges from disbelief to disappointment). It's like there is some kind of law that knit-ware must be at least sold, or better given for free... But those squares are, every single one, totally egoistiv, all mine (and maybe a little bit for the splendid fellow, freshly from the shower and dried neatly and being nice... ;-) )! That's why I link this to RUMS now.

And because it will be mine, I can choose the pictures. This year the theme is science and I don't know all the scientists (many fictional, from series that I don't know). But I wanted to put in some squares of last year anyways, so that's okay. At the moment I'm working on last years "20000 leagues under the sea", the size needed adjustment and so I expanded the pattern (even MORE fun!). And if I keep the pace, my feet will be warm soon...

Well, I'm thrilled for the afghans and need to go knitting!

CU,
Viki

die drei ersten
Braucht noch ein bisschen Zeit
Needs some more time

Dienstag, 20. Januar 2015

Pandas für den Panda - Pandas for the Panda

Kurz vor Ende des letzten Jahres haben das Prachtexemplar und ich uns entschlossen, ein Auto zu kaufen. Unser allererstes. Berufliche Entwicklungen haben das jetzt notwendig gemacht, obwohl wir ja beide eigentlich leidenschaftliche Zugfahrer sind. Natürlich bietet ein Auto eine gewisse Flexibilität und gerade bei mehr Gepäck auch einiges an Komfort, allerdings war für uns doch der Umweltaspekt auch ein Thema und die Kosten sind natürlich auch nicht wenig. Wobei, beim Thema Kosten, es ist halt so, man hört und liest immer, wie arm die ganze Autofahrercommunity ist, die "Melkkuh der Nation(en)", etc., aber ganz ehrlich, es ist fast schockierend, dass ich, auch wenn ich ALLEINE im Auto fahre, trotz Halbpreisticket mit dem Auto oft günstiger unterwegs bin, als mit den Öffentlichen. Ja sicher, man hat die Anschaffungskosten, aber die waren bei unserem jetzt nicht so wahnsinnig hoch. Da läuft meiner Meinung nach nicht alles ganz richtig. 


Auch wenn wir nicht ganz auf die Bahn verzichten möchten und trotz der Umweltbedenken freuen wir uns auch über unser Auto. Entschieden haben wir uns relativ spontan, ein blauer Fiat Panda, der von privat von Salzburg nach Graz gebracht wurde (also, ein "Nein" war eigentlich dann nicht mehr wirklich möglich...). Sozusagen nach Gefühl und Bild gekauft. Wir sind in schon einige Kilometer gefahren, es passt alles, noch sind keine versteckten Mängel aufgefallen, die Verkäuferin war ehrlich (man hört da ja Geschichten...). 


frisch gewaschen
frisch gewaschen und geföhnt
all neat and clean


Das kleine Loch im Schaltsack (ich geb's zu, ich habe diesen Begriff vorher gegoogelt, ich wusste nicht wie das heißt) hat uns die Vorbesitzerin schon gezeigt. Vielleicht wär es mir sonst gar nicht aufgefallen. Oder es wäre mir aufgefallen und ich hätte mich dann geärgert. So hat es für mich dann aber immer größer und größer ausgesehen. Kennt Ihr das? Wo man einen Fehler sieht und der wird, obwohl er klitzeklein ist, plötzlich so massiv? Auf jeden Fall hat es gereicht dafür, dass ich mich plötzlich auf irgendwelchen Tunig-Seiten wiederfand, und kurz davor war, sündhaft teures Abarth - Zubehör zu bestellen. Doch irgendwie hat mich dann doch noch ein Stimmchen der Vernunft erreicht (bzw. der entsetzte Protest des Prachtexemplars) und mir fiel die beste aller Nähmaschinen ein. 

Herr Z., der Autoexperte des Vertrauens, hat mir dann gezeigt wie man den Schaltsack abmontiert. Im Kopf hatte ich die "Bamboo" - Kollektion von enemenemeins für Lillestoff und tatsächlich konnte den noch ergattern. Weil, viel besser kann's nicht passen für einen kleinen blauen Panda. Dann habe ich mir noch ein Stückchen Leder besorgt (es gab ein kleines Reststück im perfekten Blau! Also Vorhersehung!) und den alten Schaltsack mitgenommen. Dann ging es ab an die Arbeit:
Selbstgenähter Schaltsack

Als erstes schreibe ich auf den alten Schaltsack Ziffern, damit ich später weiß, was wohin gehört. Dann schneide ich den alten Schaltsack an den Nahtlinien entlang auf, so dass ich sechs einzelne Teile erhalte. Weiters übertrage ich diese Teile auf das Leder und zusätzlich dazu jedes zweite Teil auch auf den Jersey. Schließlich Stecke ich die Teile passend aufeinander und nähe sie zusammen. Mit einem Messer schneide ich an den jeweiligen Markierungen ein und spanne den Sack über den Plastikring (da war der alte Schaltsack drauf). Noch auf links gedreht ziehe ich die Rückwärtsgangarretierung (so heißt das Ding, habe ich gelesen :-) ) durch die obere Öffnung und fixiere das Ganze mit einem Kabelbinder. Dann wende ich das Teil auf rechts und schwupps, fertig ist das Tuning-Teil.          

näharbeit
Bastelarbeit
handicrafts

Ich verlinke den Beitrag noch zum Creadienstag und, weil Autos ja auch für Männer interessant sind, zu "Für Söhne und Kerle". Gute Fahrt, bis bald,
Viki


mit pandas
Fertigstellen
finalising

Shortly before the last year ended, the splendid fellow and I decided to buy a car. Our first. This was somehow necessary because of my job. Being passionate train-travellers, this was quite a change for us. Of course, a car gives you a kind of freedom and comfort, but there's the ecological aspect and the cost on the other side. Well, at least we always heard and read about the car drivers being the cash cow and so on, but, honestly, it's quite shocking that on most ways I drive cheaper ALONE in my car than going with public transport, despite a half-price reduction. Of course, we should not forget the initial costs, but with our car they were not too high. In my opinion, there's something foul.

Despite all the thoughts on the environment we like our car. The desition was quite spontanous, a blue Fiat Panda, that a private seller brought from Salzburg to Graz (so a "No" wasn't really possible anymore...). We bought trusting the picture and our feeling. Meanwhile we drove some kilometres and everythings ok, no bad surprises, the sellers had been honest (I had heard stories...).

The seller showed me even the little hole in the gear shift cover (I googeled that term, I didn't even know that it existed). Maybe I wouldn't have seen it. Or I would have seen it later and I would have been cross. Well, knowing it existed, it seemed to get bigger and bigger in my mind. Do you know something like that? That you notice something wrong and the little failure grows massivly? Anyway, it was enough that I found myself surfing on divers tunig-pages, nearly buying some very dear Abarth - accessory. But somehow the soft noise of reason (or more the horrified protest of the splendid fellow) reached me and I thought of the best of all sewing machines.

Mr. Z., the car expert of faith, showed me how to remove the gear shift cover. I thought of the fabric "bamboo", designed by enemenemeins for Lillestoff. Because I wouldn't find a better one for the little blue Panda. Then I bought a piece of leather (a little scrap in perfect blue, kismet!) and took the old gear shift cover. 

Selfmade Gear-Shift-Cover

First I write numbers onto the old gear shift cover, so that I will know, where the pieces belong. Then I cut it along the joints, getting six pieces. I copy the pieces onto the leather and every other piece onto the jersey. I stick the pieces together and sew them. With a knife I cut the marks and stretch the piece onto the ring where I took the old cover from. The cover is still on the wrong side when I pull the reverse gear lock (another term I needed to google :-) ) through the upper opening and fasten it with a cable tie. Then I turn everything on the right side and - hey presto! - I have my tunig-accessory.

I link this post with Creatuesday and, because cars are said to be interesting for men, with "For sons and guys". Drive safe, cu,
Viki


mit lillestoff
wieder eingebaut
built in
Stoffe: "Bamboo" von Enemenemeins für Lillestoff, Leder
Schnitt: Fiat Panda 169 Schaltsack abgezeichnet
Fabrics: "Bamboo" by Enemenemeins for Lillestoff, Leather
Pattern: Fiat Panda 169 gear stick cover, copied



Sonntag, 11. Januar 2015

Rauhnacht - Twelfth Night

Die tiefsten und dunkelsten Winternächte sind die Nächte der Geister und der armen Seelen. Um die Wintergeister milde zu stimmen haben sich verschiedene Bräuche entwickelt und mit einige dieser Bräuche werden auch im schönen Ennstal noch gelebt. Heuer hatte ich endlich wieder genug Zeit um den Bräuchen der letzten Rauhnacht beizuwohnen. 


Gewand richten
Beim Anziehen
Dressing
 Im Schnee
Unterwegs
On the way


Als Kind war es für mich unverständlich, warum am 6. Jänner Feiertag ist, obwohl die Feiern ja am 5. Jänner, der letzten Rauhnacht stattfinden. Bevor ich die Zusammenhänge von Christlicher Missionierung und alten Naturbräuchen verstand habe ich für mich entschieden, dass es durchaus Sinn macht, wenn man am 6. Jänner ausschlafen darf, weil ja am 5. die Nacht relativ lang wird. Wir haben uns jedes Jahr darauf gefreut, als Perchteln verkleidet durch den Ort zu ziehen und an den Häusern Kleingeld und Süßigkeiten zu bekommen. Einzig von den Glöcklern wollten wir uns dabei nicht erwischen lassen. 


Selfie
Perchtel-Selfie
in den wald
zurück in den Wald
back into the forest
Dieses Jahr war es an der Zeit, dass das Fräulein Z. erstmals die Runde machte. Also haben wir alles Perchteltaugliche Gewand zusammengekratzt und uns in Schale geworfen. Die Perchteln bei uns am 5. Jänner sind bei uns nämlich nicht die gleichen, wie die Kramperl, die am 5. Dezember unterwegs sind. Die Perchteln (das können auch Erwachsene sein, aber da bekommt man statt Süßigkeiten und Kleingeld dann Schnaps oder anderes Hochprozentige) sind ganz schwarze oder weiße Wintergeister ohne erkennbares Gesicht (ausgehend von der Sage von der Frau Percht, die die ungetauft gestorbenen Kinder mitnahm, und sie mit der wilden Jagd durch die Landschaft hetzte. Wobei ich sicher bin, dass es da auch eine vorchristliche Geschichte dazu gibt, aber da fragt am Besten den Kulturwissenschaftler Eures Vertrauens). Das heißt, man zieht sich (warm genug!!!) ganz schwarze oder weiße Kleidung an, und verhängt sich auch Haare und Gesicht (so dass man aber noch die angebotenen Kekse jausnen kann, da übertreffen sich die Gastgeber nämlich gegenseitig). Sobald es Dunkel wird zieht man dann von Haus zu Haus (möglichst ohne sich die Beine zu brechen, es ist Jänner, und auch heuer war es wieder eisig und Neuschneerutschig) und kehrt oder putzt dort die Geister des alten Jahres weg. Natürlich darf man sich dabei nicht verraten, was heißt, alles geschieht ohne zu reden.

Glöckler
Glöckler

Dem Fräulein Z. hat dieser Zauber ordentlich Spaß gemacht und auch der Frau Z. und mir hat es wieder gut gefallen. Bei uns war es auch schon wieder länger her, dass wir den Brauch gepflegt haben. Das Fräulein Z. hat es auch geschafft, bei den Nachbarn nichts zu sagen (die alle viele Fragen stellten, in der Hoffnung uns zu enttarnen), wir waren ganz stolz auf sie. Nur für mich war die ganze Sache doch auch eine Herausforderung, weil die Frau Z. noch keinen Alkohol trinkt, schließlich hat sie ja noch die Mini-Z. zu Hause und so musste ich auch ihre Gläschen leeren. Weil wir noch den Glöcklerlauf sehen wollten, kam ich allerdings trotzdem nicht sooo stark ins Wanken.



Wald und Wiese
Sehenswürdigkeiten der Umgebung
regional sights

Die Glöckler vertreiben auch die alten Wintergeister, wobei auch die Perchteln zu den Geistern gehören und so möglichst nicht mit den Glöcklern zusammentreffen sollten. Zumindest in meiner Kindheit gab es noch die Gerüchte, dass der Moar (der Anführer) der jeweiligen Paß (die jeweilige Gruppe) mit seinem Stecken die Perchteln vertreiben durfte. Die Angst vor einem Stockhieb hat das Perchtelngehen für uns Kinder dann noch aufregender gemacht und wir haben uns in James-Bond Manier (der war jetzt übrigens auch gerade in der Gegend, also der Daniel Craig, der gerade wieder James Bond in Altaussee dreht) bei den Glöcklern vorbeigeschlichen. Ich weiß allerdings nicht, ob dieser Brauch auch heute noch besteht. Aber das ist sowieso eine Besonderheit in Stainach und die Perchteln der umliegenden Orte haben da nichts zu befürchten.

Kreuzweg1
Prachtvolle Kappen
Beautiful hats
Kreuzweg2
Heilige drei Könige
Epiphany

Wir haben es dann rechtzeitig zu den weißen Geistervertreiber mit den lauten Glocken und den leuchtenden Kappen geschafft. Die Glöckler ziehen ihre Runden spiralförmig bis zum Hauptplatz und da treffen sie sich und das neue Jahr wird ordentlich eingeläutet. Dafür werden auch im ganzen Ort die Lichter abgedreht und die Straße wird gesperrt, was eine ganz besondere Atmosphäre bewirkt. Das Fräulein Z. hat dann auch nicht bereut, dass wir vorher etwas früher umgedreht sind und ist jetzt ganz schwer am überlegen, ob es nächstes Jahr lieber eine Perchtel oder lieber ein Glöckler ist (denn mittlerweile dürfen auch Mädchen mitmachen, ich durfte als Kind nämlich noch nicht!). 

Bis bald,
Viki




Fertig
nach getaner Arbeit
after work
Kappe
alle Jahre wieder
every year

The longest and darkest nights of winter are the nights of the ghosts and poor souls. To propitiate those winterghosts many rites have been established and some of those customs are still retained in the beautiful Enns valley. Eventually I had some time this year, for taking part in those rites.


Hauptstädte
Bundeshauptstädte
federal capitals

When I was a child I couldn't understand that the 6th of January should be a holiday, when all the rites took part on the 5th, being Twelfth night. Before understanding the history of christian missionaries and old nature rites I concluded, that it's a good enough idea to sleep long on the 6th and getting late to bed on the 5th. Every year we looked forward to dress ourselves as the ghosts called Perchteln and walk from house to house to get sweets and coins (Somehow like Halloween). We just needed to take care that the Glöckler, the ritual banishers. 


Ausflugsziele
verschiedene Kappen
various hats
This year would be the first time for Miss Z. to take part. So we scraped together every piece of usable cloth and got dressed. The Perchtel ghost of the 5th January is clothed all in black or all in white with a hidden face (there's the tale of the Lady Percht, who took the unbaptized dead children with her, to run along with the wild hunt. I'm sure there's a prechristian version of the tale, but you need to ask your cultural scientist for further information). Adults can dress as Perchtel as well, but they won't get sweets or coins, but Schnaps or other liquor. You only need to dress (warmly!!!) all in black or white and cover face and hair (don't forget that you'll need to be able to drink and, more important, eat all those fine cookies that people will give you). When it's dark outside you visit all the neighbouring houses (and need to take care not to break your feet, as it's almost always icy and slippery from the freshly fallen snow), where you clean away the ghosts of the old year. As nobody should find out who you are, you are not allowed to talk.

Handwerker
Handwerker
craftsman
Miss Z. really enjoyed the magical mood and so did Ms Z and I. It has been some time, since we went. Miss Z really didn't say anything to the neighbours (who asked so many questions, hoping to find out) and we were very proud of her. Only for me everything went a bit hard, going with Ms Z., who couldn't drink her liquour, having the mini-Z. at home, and leaving me to drink for both. But we wanted to see the run of the Glöcklers as well, so we went home early and I wasn't tried tooo hard. 


Verschiedene
so viele Farben
so many colours
As the Glöcklers are banishers and Perchtel are ghosts, the Perchtel shouldn't meet the Glöcklers. In my childhood rumour was, that the leader of Glöcklers, the Moar, was allowed to beat up the Perchtel. So we tried to pass by the Glöcklers like James Bond (who was here right now, by the way. Well, Daniel Craig, playing James Bond, they were working on a scene at Altaussee), the thrill adding to the fun. I don't know if that is still the habit. Anyway, this is special in Stainach and the Perchtel of the surrounding towns don't need to fear.


Formen
verschiedene Kappen
various hats
We've made it in time to see the white-dressed banishers, with their loud ringing bells (a bell is "Glocke" in German, and from there the term "Glöckler" derives, meaning the bell ringer) and their beautifully lit hats. The Glöcklers run through the town in circles, meeting at the square, where they welcome the New Year. All the lights are turned out and the streets are blocked and the whole town buzzles in a very special atmosphere. So Miss Z. wasn't sorry anymore, for having to change her clothes into normal again. But next year she needs to decide, if she wants to be a Perchtel or a Glöckler (which is allowed nowadays, other than when I was a child).

Cu,
Viki


Getränke
Prachtexemplar vor der Labestation
Splendid fellow in front of the hot beverages stand
Sterne
geparkte Sterne
parked stars