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Donnerstag, 26. Februar 2015

Geschirrspüler - Dish Washer

Ich weiß ja nicht wie es Euch damit geht, aber ich bin keine passionierte Abwäscherin. Meine Mutter sagt immer, sie macht das nicht ungern und man hört von manchen, diese Tätigkeit sei "meditativ", aber meine Leidenschaften liegen woanders. Liegt vielleicht auch daran, dass meine Haut da sehr empfindlich ist und ich in meiner Anfangszeit in Graz gerade einmal ein Lavour für den Abwasch hatte (also nicht einmal ein ordentliches Abwaschbecken, tja, das waren noch Zeiten...). Und ich habe langjährige Erfahrung, ich habe sogar einmal beim Bauernbundball als Abwäscherin gearbeitet (und da ist echt viel los). Auf jeden Fall ist mein Prachtexemplar eben auch deshalb prächtig, weil er sich meist um die Handwäsche kümmert (ja, ich brauche dieses doofe goldrandgeschirrspülfeindliche hübsche Geschirrzeugs). Ansonsten ist mein bester Freund der Geschirrspüler. Leider ist das Grazer Wasser nicht so sonderlich gerätefreundlich (hart wie Schwarzeneggers Muckis) und anscheinend habe ich ihn dann auch noch überstrapaziert. 

Und dann stehe ich da, mitten in Geschirrbergen und die Maschine knurrt nur kurz und legt sich dann wieder friedlich schnurrend schlafen. Ich klopfe noch kurz an die Türe, es hilft nichts. Als ich dem Prachtexemplar aufgelöst von dem schnöden Verrat berichte schmeißt er sich in seine Heimwerkerkluft und gibt sein Bestes und, gerade als ich einen anrüchigen Installateursspruch loslassen will, er schüttelt den Kopf und meint mitfühlend "Es tut mir leid." 
Ich schaffe es und reiße mich zusammen. Nur im Gedanken bin ich gerade auf den Knien, die Fäuste gen Himmel gereckt und rufe laut "Neeeeeiiiiiin!!!".
Es war mein dritter Geschirrspüler in zehn Jahren. Wobei, der erste Neue. Also, die anderen waren gebraucht geschenkt. Aber trotzdem, irgendwie fühlt es sich so nach "das ist ja sowieso umsonst" an. Und die vielen Stufen, ohne Lift... 

Während dann hinter mir das Geschirr klappert und mein Prachtexemplar wie ein Böser abwäscht werfe ich das Internet an und durchforste die Geschirrspülerwelten. Alles was mir gefällt ist irgendwie außerhalb meiner Preisklasse und alles andere dann die wenigeren Euro für mich nicht wert (drei Maschinen in zehn Jahren, das macht was mit einem). Also wird's nix mit einem freistehenden Gerät, ein Einbaugerät gibt's günstiger. 

Mit ein bisschen Suchen haben das Prachtexemplar und ich dann ein Gerät von Smeg gefunden, ein Vorjahresmodell zum erschwinglichen Preis. Die Rezensionen für die Geräte der Marke sind zwar spärlich, aber top. Kühlschrank habe ich in hübsch und bin sehr zufrieden, Geschirrspüler gäbe es in hübsch, aber halt teuer. Aber Einbaugeräte haben nicht nur den Preisvorteil, man kann auch selbst gestalten. Wir haben ja keine gut geplante, durchgestylte Küche, sondern einen Kreativmix aus "war schon hier", von Omas alter Küche übrig, ein paar Kastln hier, ein paar Kastln da, alte Jugendzimmereinrichtungen dazu und dafür dann ein zwei kultige Teile mittendrin (groß ist sie dafür, die Küche). Das heißt, ich kann als Abdeckung nehmen was ich will!

Schleifen
schleifen
grinding



Schneiden
sägen
sawing



Tja. glaubt man. Und dann geht man schauen, wegen Fronten. Halbwegs unzufrieden mit der Auswahl hätte ich mich bereits für eine knallrote Front entschieden (ausnahmsweise nicht IKEA, weil da die Höhen der Küche nicht mehr zusammenpassen und lackiertes Sperrholz abschneiden wird nicht gut), da heißt's dann, ja, also, bestellen könnten wir das schon alleine auch, also, wirklich nur die Front, aha, ja, so in 6 - 8 Wochen wäre die dann da. Aha. Ja. Nein, danke auch. Ich bin IKEA-verwöhnt, ich möchte gleich oder gar nicht, und schon gar nicht doof angeschaut werden weil es nur eine Front ist. Kauf ich halt nix, selber schuld (Ich weiß jetzt gar nicht, wieviel das Teil gekostet hätte, das hat mir der nette Verkäufer gar nicht gesagt). Und ist das nicht eigentlich nur eine glatte Platte?`Sowas gibt's doch auch in Holz, beim Baumarkt. Und die könnte ich anmalen, und überhaupt...

Schablone
Schablone
Tamplate
Bohren
Bohren
drilling
Während ich laut vor mich hin denke führt mich das Prachtexemplar dann von dem pikiert dreinblickenden Küchenverkäufer weg und wir flitzen zum Baumarkt. Dort gibt es dann eine kleine Auswahl an Holzplatten in (fast) der richtigen Größe. Wir entscheiden uns für Akazie. Die Farbe gefällt mir so gut, dass ich sie vorerst einmal nicht anmalen will. Zuhause kürze ich das Brett mit der Stichsäge, schleife die Kanten ab und befestige die Einhängevorrichtung des Geschirrspülers nach Schablone. 

Gürtel
der Gürtel der zum Griff wird
the belt, before becoming a handle
Als Griff wollte ich eigentlich einen hübschen Porzellangriff, die habe ich dann allerdings nur als Knöpfe gefunden, das erschien mir unpraktisch. Zum unbemalten Holz passt aber eh rustikaleres, also nehme ich mir einen alten Ledergürtel und schneide ein entsprechend großes Stück heraus (getragen hätte ich den nicht mehr, der war schon so kaputt). Mit der Ahle meines Schweizer Messers steche ich Löcher in den Gürtelteil. Durch diese Löcher ziehe ich die eigentlichen Griffe und so habe ich dann endlich meine besondere Geschirrspülertür. Und sie passt gut zu meiner übrigen Küche. (ja, ok, das war nicht so schwer...) Weil diese tolle Front ein Eigenbau ist, stelle ich sie auch zu RUMS.

Ach ja, bisweilen bin ich mit dem Geschirrspüler sehr zufrieden, er ist leise und das Geschirr wird sauber. Und er funktioniert. 

Bis bald, Viki
  
fertiger Türgriff
fertiger Türgriff
finished handle

in der Patchworkküche
in der Patchworkküche
in my patchwork-kitchen

Smeg Design
Dunkeldegu meets Smeg ;-)

I don't know how you feel about doing your washing up, but I'm not passionate about it. My mum says it's quite okay to do it and some people tell me that it's like meditating, but it's not my hobby. Maybe that's because my skin is easily irritated, or because when I first came to graz I had to do my washing up in a simple bowl, not having an ordinary kitchen sink (what times they were...). And I'm really adept at it, I've even worked as dishwasher at the farmer's association ball (hosting some thousands of visitors). Anyways, one reason I call the splendid fellow splendid is, that he does most of the hand washing (and yes, I need all those golden crested not dish washer proof but beautyful dishes). And for the rest I have my best friend, Mr. Dishwasher. But the water in Graz is not the best for devices (hard as Schwarzenegger's muscles) and it seems that I did use it too much.

And suddenly I stand there, in between a heap of unwashed dishes and my dishwasher gnarls at me and falls asleep, with a silent purr. I knock at the door, but that doesn't help. Upset, I report it to the splendid fellow, who changes into his handyman clothes and gives his best. I'm thinking about some kinky handyman flirt as he turns to me, shakes his head and tells me "I'm sorry."
I pull myself together and just in my head I fall to my knees, raise my fists and cry to heaven "Noooooo!!!". 
It's been my third dishwasher in only ten years time. Well, the first new one. The others had been used ones, that we got for free. But still, for me it feels like, "there's no use in it". And then there are the many stairs, no elevator...

While the splendid fellow does wash all the dishes I go to search the internet for a new dishwasher. But the ones I like are not my prize and the others seem to be to expensive for what I would get (Well, three in ten years, you would be picky, too). So, no free-standing device for me, the built-in ones are cheaper.

After a bit of research the splendid fellow and I have found a Smeg product, a last years model for a reasonable price. There are only few reviews for this brand, but those are good. I have a beautyful fridge from Smeg and I love it. There are dish washers in the same lovely design, but they are expensive. And the built-in products are not only good value, but I can design them to my wishes. We don't have a nicely planned stylish kitchen, but a creative mix of "has been here at the beginning", "what was left of my granny's kitchen", some old cupboards here, different cupboards there, our youth rooms interiour and one or two iconic items (well, at least the kitchen is big). So I can choose whatever cover I want for the dish washer. 

Or at least I could. But then I go to find a front-cover. Quite disappointed with the choice I go for a bright red (this time not IKEA, as the height of the front won't go with my kitchen and cutting off the painted ply is not promising). Then I hear: well, ok, we could order the front only, maybe, so, just the front, ok, well then, in about 6 - 8 weeks it would be here. Okay. Well. No, thank you. I'm IKEA-spoiled, I want it now and I don't want to be looked upon for only ordering one piece and not the whole kitchen. I don't buy anything then, their loss (and I don't even know how much it would have been, the assistent didn't tell me). So, the thing I need, isn't this just a plain panel? There are wooden ones in the hardware stores. And I could paint it and ...

While I'm thinking loudly the splendid fellow leads me away from the piqued looking sales assistent and we head to the hardware store. They have a small supply of wooden panels in (nearly) the right size. We take mimosa tree. I like the colour and decide not to paint it. At home I shorten the panel with my jigsaw, smooth the edges and attach the holders for the dishwasher, following the template.
As a handle I wanted to have a nicely coloured porcelain one, but I found only knobs and thought them not handy. But for the unpainted wood something more rustic would fit quite nice and so I took an old leatherbelt of mine and cut a fitting piece out of it (i wouldn't have worn it anymore, it was broken already). With my swiss knife's awl I cut holes into the leather where I want the knobs to be. That's my personal door handle now. And it looks great in my kitchen (which wasn't sooo hard...). And because I made it myself I show it at RUMS.

And by the way, I'm very content with the dishwasher, it is silent and the dishes come out nice and clean. It does what it should.

Cu, Viki

fertig eingebaut
fertig für die erste Runde
ready for the first run

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